Die erste Kandidatin bringt sich in Stellung

BAAR ⋅ Wer beerbt Gemeindepräsident Andreas Hotz? Eine bisherige Gemeinderätin will antreten. Auch um die anderen Sitze entflammt der Kampf ein Jahr vor den Wahlen langsam, aber sicher.
11. September 2017, 00:00

Kurz vor den Sommerferien liess Andreas Hotz die Katze aus dem Sack. Er werde nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandi­dieren, gab der Baarer FDP-­Gemeindepräsident bekannt. Neben Bauchef Paul Langenegger (CVP) und Finanzchef Hans Steinmann (SVP) ist er bereits der Dritte aus dem siebenköpfigen Gremium, der seinen Rücktritt per Ende 2018 angekündigt hat.

Es stellt sich nun die Frage, wer im Oktober 2018 Andreas Hotz beerben wird. Eine Umfrage bei den bisherigen Gemeinderäten zeigt, dass die meisten noch keinen definitiven Entscheid gefällt haben. Eine klare Ansage kommt von Schulpräsidentin Sylvia Binzegger (CVP): «Aufgrund meiner 16 Jahre Erfahrung und erfolgreichen Tätigkeit als Gemeinderätin werde ich auch als Gemeindepräsidentin kandidieren.» Zahlreiche Reaktionen aus der Bevölkerung und das gute Wahlresultat 2014 würden sie in diesem Entscheid bestärken.

Binzeggers Parteikollege Pirmin Andermatt – er wurde 2014 gewählt – könnte sich eine Kandi­datur als Gemeindepräsident «durchaus vorstellen», wie er sagt. Bereits definitiv fest steht, dass er sich im kommenden Jahr erneut als Gemeinderat zur Wahl stellt. Auch Berty Zeiter von der Alternative-die Grünen stellt sich zur Wiederwahl. Ob sie auch fürs Gemeindepräsidium kandidieren wird, lässt die Sozialvorsteherin zurzeit noch offen. Erst wenig entlocken lässt sich Jost Arnold. Er ist nebst Andreas Hotz das zweite FDP-Mitglied im Rat. ­Arnold hat weder zur erneuten Kandidatur für die Exekutive noch zu einer allfälligen Kandidatur für das Gemeinde- präsidium einen Entschluss gefällt. «Ich werde mich im Herbst in Absprache mit der Baarer FDP entscheiden.»

Namen werden noch keine genannt

Nicht nur die Vakanz im Gemeindepräsidium gibt in Baar bereits zu reden, sondern auch die restlichen frei werdenden Sitze im Rat. In den Parteien werden bereits fleissig Strategien geschmiedet – Namen jedoch will zurzeit noch niemand bekannt geben. Die SP und die Grünliberalen sind momentan im Gemeinderat nicht vertreten. Die SP strebt einen zweiten linken Sitz im Rat an, wie Präsident Zari Dzaferi sagt. Betreffend Gemeindepräsidium sei es möglich, dass die SP eine Kandidatin oder einen Kandidaten unterstützen werde. «Eine eigene Kandidatur schliessen wir zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls nicht aus.» Auch die GLP will den Sprung in den Gemeinderat schaffen. Bernadette Hölzl, Präsidentin der Ortspartei, erklärt, dass man eine Kandidatin oder einen Kandidaten stellen werde.

Der Vorstand der SVP Baar will mit zwei Kandidaten in den Wahlkampf steigen, wie Präsident Oliver Wandfluh verrät. «Prioritäres Ziel ist es, unseren frei werdenden Sitz zu verteidigen.» Dass die SVP auch für das Gemeindepräsidium kandidiere, sei zurzeit nicht vorgesehen. Die Alternative – die Grünen Baar wird neben Berty Zeiter niemand anderes portieren. Für die FDP hat «oberste Priorität, dass wir unsere beiden Sitze halten können», führt Präsident Michael Arnold aus. Die Option, auch für das Gemeindepräsidium in den Ring zu steigen, behalte man sich vor.

Die aktuell stärkste Partei ist in Baar die CVP. «Diese Position wollen wir bei den Wahlen 2018 verteidigen», sagt Präsidentin Barbara Häseli. Das bedeutet für sie auch, die drei Sitze im Gemeinderat zu halten.

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch


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