Drogenkurier soll ins Gefängnis

13. September 2017, 00:00

Kanton Zug Vor dem Zuger Strafgericht muss sich seit gestern ein 41-jähriger Türke aus dem Freiamt verantworten. Ihm wird mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Der Mann soll Teil eines Drogenhändlerrings gewesen sein, der von Zug aus weite Teile der Schweiz mit Heroin versorgt hatte. Im Rahmen der Operation «Hamburg», die 2012 gestartet war, verhaftete die Polizei 15 Personen und beschlagnahmte 55 Kilogramm Heroin. Es handelte sich um eines der grössten Betäubungsmittelverfahren der Zuger Polizei.

Über die Rolle des 41-jährigen Türken waren sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung gestern vor Gericht uneinig. Laut der Staatsanwältin absolvierte der Mann Kurierfahrten, organisierte weitere Fahrten und handelte selbst mit Heroin. Er sei kein Patron, aber auch kein kleiner Fisch im grossen Meer. Sie beantragte eine Gefängnisstrafe von 15 Jahren. Der Verteidiger hingegen forderte eine Freiheitsstrafe von höchstens acht Jahren. Sein Mandant sei kein grosser Fisch und auch kein Zwischenhändler gewesen. Das Urteil wird heute bekanntgegeben. (cg)


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