Drohnen-Abwehr mit Tücken

30. November 2017, 00:00

Gefängnis In der interkantonalen Strafanstalt Bostadel in Menzingen ist dieses Jahr ein System zur Abwehr von Drohnen installiert worden. Damit wurde umgesetzt, was Gefängnisdirektor Andreas Gigon Ende 2016 in unserer Zeitung angekündigt hatte, wie er nun bestätigt. Mit der Drohnen-Abwehr reagiert die Strafanstalt auf einen Vorfall von 2014. Damals wurde versucht, mit Hilfe einer Drohne ein Handy ins Gefängnis zu schmuggeln. Die Kosten für die Anlage belaufen sich laut Gigon auf 170000 Franken. «Wir gehen davon aus, dass das System auch eine präventive Wirkung entfaltet.»

Allerdings hat das System, das auch in der Justizvollzugsanstalt Lenzburg installiert wurde, seine Tücken, wie der «Blick» berichtete. Es registriere nicht nur Drohnen, sondern auch Vögel. Ungefähr zehnmal täglich werde daher ein Alarm ausgelöst. Fragen dazu, ob es auch im Bostadel Störungen gab und zur Funktionsweise des Systems allgemein, will Gigon aus Sicherheitsgründen nicht beantworten. (cg)


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