Gericht spricht Fussballfan frei

12. Juli 2017, 00:00

Kanton Uri Das Urner Landgericht hat einen Aargauer Fussballfan 2015 wegen Landfriedensbruch schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen a 160 Franken und einer Busse von 1280 Franken verurteilt. Dies, nachdem es im Februar 2013 in der Gotthard-Raststätte zu Tumulten zwischen Fans der Fussballklubs Aar­au und Bellinzona gekommen war, an denen der Aargauer massgeblich beteiligt gewesen sein soll.

Gegen dieses Urteil legte der heute 38-Jährige Berufung ein. Die damaligen Geschehnisse in der Gotthard-Raststätte seien aktenwidrig rekonstruiert worden, ihr Mandant habe lediglich schlichten wollen, hielt seine Verteidigerin an der Berufungsverhandlung vor dem Urner Obergericht vom 14. Juni fest.

Parteientschädigung aus der Staatskasse

Nun erhält der Aargauer Recht: Das Urner Obergericht heisst die Berufung gut und spricht ihn von der Anklage wegen Landfriedensbruch frei. Die Verfahrenskosten von 6274 Franken werden der Staatskasse auferlegt, dem Fussballfan wird eine Entschädigung von 10499 Franken aus der Staatskasse bezahlt.

Das Urteil liegt erst im Dispositiv vor und ist noch nicht rechtskräftig. Ob die Staatsanwaltschaft das Urteil weiterzieht oder nicht, könne erst entschieden werden, wenn das begründete Urteil vorliegt, wie Staatsanwältin Beatrice Kolvodouris auf Anfrage festhält. (eca)


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