Prämien: Petition fordert Entlastung

09. Februar 2018, 00:00

Nidwalden Doppelt so viel Geld – nämlich 2 Millionen Franken– soll der Nidwaldner Landrat künftig für die Prämienverbilligung budgetieren. Mit einer soeben lancierten Petition wollen die Grünen ihrer Forderung Nachdruck verschaffen, wie sie in einer Mitteilung schreiben.

«Die bisherigen Unterschriftenaktionen in Stans und Stansstad verliefen sehr erfolgreich. Das Thema Prämien bewegt die Leute», erzählt Grüne-Präsident Leo Amstutz von den ersten Erfahrungen auf der Strasse. «Kein Haushalt in Nidwalden soll mehr als 10 Prozent des Jahreseinkommens für die Krankenversicherung ausgeben müssen», umreisst Leo Amstutz das Ziel der Petition. Für die Berechnung der Prämienverbilligung soll der Selbstbehalt von 12 auf 10 Prozent gesenkt werden.

Kreis der Begünstigten verkleinert

Mit der Petition solle eine langjährige Fehlentwicklung korrigiert werden. So erhielten 2013 laut Amstutz 45 Prozent der Nidwaldner eine Prämienverbilligung, vor zwei Jahren waren es noch 21 Prozent. 2013 scheiterte die Linke mit ihrem Referendum. Die Nidwaldner sagten Ja zur Teilrevision des Krankenversicherungsgesetzes und damit zum Anstieg des Selbstbehalts von 8 auf 12 Prozent. «Den Volksentscheid haben wir selbstverständlich noch präsent. Doch nach fünf Jahren darf man das Thema wieder zur Sprache bringen, zumal sich das Problem der hohen Prämien verschärft hat», so Amstutz.

Sollte der Erfolg der Petition im Parlament ausbleiben, können sich die Grünen auch den Weg der Initiative vorstellen. An den Finanzen sollte das Begehren nicht scheitern, sagt Amstutz: «Der Kanton kann sich diese zusätzliche Million problemlos leisten.» (map)


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