Rekordverdächtiger erster Jasstag

TURNIER ⋅ Die Vorausscheidungen zur 11. Zentralschweizer Jassmeisterschaft haben gestern in Kriens begonnen. 140 Teilnehmer waren anwesend – unter ihnen zwei ehemalige Jassköniginnen.
10. Oktober 2017, 00:00

Roger Rüegger

roger.rueegger@luzernerzeitung.ch

Auf die Zentralschweizer Jassmeisterschaft haben viele sehnsüchtig gewartet. Der gestrige Start im Restaurant Wichlern in Kriens war auf 19.30Uhr angesagt. Die ersten Jasser trafen aber schon um 18.15 Uhr ein.

«Bei einem Turnier im letzten Jahr erschien ich allzu pünktlich. Als ich das Standblatt lösen wollte, waren keine Startplätze mehr erhältlich», sagte Hans-Peter Baumgartner aus Malters. Deshalb war er gestern Abend einer der ersten auf dem Platz. Sein Start verlief aber nicht nach Wunsch. Beim ersten Spiel schrieben er und seine Partnerin Rösli Thalmann keine 70 Punkte. «Chasch schon no froh si, hesch mech, sösch hättisch gar nüt gschrebe», sagte die 78-jährige Frau aus Ebikon lachend. Sie habe das «Schälle Sebni» zu viert in der Hand gehabt. Gute Karten zum Helfen. Beim zweiten Spiel war für die beiden aber gar nichts zu holen. Ihre Gegner Susi Simmen (61) aus Steinhausen und Sepp Odermatt (56) aus Dallenwil liessen ihnen keinen Stich und machten einen Match. Der guten Laune am Tisch tat dies keinen Abbruch. Auch als nach der ersten Passe (12 Spiele) Susi und Sepp mit einem Total von 1047 Punkten deren 210 mehr auf dem Konto hatten als Hans-Peter und Rösli. «Die händ drü Mätsch gmacht», sagte Rösli und ergänzte, dass sie und ihr Partner keine Fehler gemacht hätten. Es habe nur etwas Kartenglück gefehlt.

Das Teilnehmerfeld an der ersten von 17 Vorausscheidungen war stark. Unter den 140 Anwesenden waren auch zwei Jassköniginnen: Rosmarie Zurfluh (77) aus Gisikon, die erste Frau, welche die Zentralschweizer Jassmeisterschaft gewinnen konnte, und die einheimische Sarah Bachmann (42), die letztjährige Siegerin.

Turnierleiter Hansjörg Kaegi war zufrieden. «Letztes Jahr nahmen am ersten Tag 143 Spieler teil. Am Schluss zählten wir insgesamt 2037 Jassbegeisterte, was Rekord bedeutete», so Kaegi.

Für den Final am 3. Dezember in der Braui Hochdorf qualifizieren sich 10 Prozent der Spieler. Der Finalsieger wird in die Ferien geschickt: Der Hauptpreis ist eine 17-tägige Reise ans Nordkap und die Lofoten für zwei Personen im Wert von 9120Franken. Ferner winken ein Luxus-Wellnessaufenthalt, ein E-Bike sowie fünf HP-Notebooks.


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