Seilbahn-Unglück: Schuldspruch

13. Oktober 2017, 00:00

Schwyz Ein Angestellter, welcher am 3. August 2013 in Innerthal ein Ehepaar mit seinem Kleinkind mit einer Transportseilbahn ins Tal befördern wollte, ist schuldig gesprochen worden. Die Bahn war nicht für Personentransporte zugelassen. Sie wurde während der Fahrt immer schneller und kollidierte nach einer Entgleisung mit einem Masten. Das Ehepaar starb, das 16 Monate alte Mädchen überlebte.

Das Bezirksgericht March hat den Angestellten nun wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung schuldig gesprochen, wie es gegenüber der Nachrichtenagentur SDA erklärte. Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte das Gericht den Schuldspruch. Der 69-jährige Mann wird mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 20 Franken bestraft. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben, die Probezeit beträgt zwei Jahre. Er muss Schadenersatz und Genugtuung von mehreren 10000 Franken gegenüber den Angehörigen der Verstorbenen bezahlen. Das Gericht folgte dabei der Anklage, das Strafmass wurde leicht heruntergesetzt.

Eigentümer vollumfänglich freigesprochen

Der Eigentümer der Bahn war ebenfalls angeklagt. Er war zum Unfallzeitpunkt nicht vor Ort und wurde vollumfänglich freigesprochen. Für allfällige Schadenersatzansprüche werden die Privatkläger auf den Zivilweg verwiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Begründung des Urteils wird im Dezember vorliegen. Ab dann haben die Parteien 20 Tage Zeit, um Berufung beim Kantonsgericht Schwyz einzulegen. (mst)


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