Stadt Zug schreibt Riesengewinn

13. April 2018, 00:00

Rechnung Gestern hat die Stadt Zug ihre Rechnung 2017 präsentiert. Gerechnet hat Stadtrat Karl Kobelt (FDP) und sein Team mit einem Plus von 2,1 Millionen Franken. Daraus sind nun 39,6 Millionen Franken Überschuss geworden. Damit ist der Gewinn 17 Mal höher als erwartet und im Vergleich zum Jahresabschluss 2016 (19,98 Millionen Franken) praktisch eine Verdoppelung.

Wie ist es dazu gekommen? In nackten Zahlen hat die Stadt Zug im vergangenen Jahr 293,074 Millionen Franken eingenommen. Der Aufwand hat 256,136 Millionen Franken betragen. Positiv entwickelt haben sich vor allem die Erträge bei den natürlichen Personen. Diese sind auf 133,9Millionen Franken gestiegen. Das entspricht einer Budgetabweichung von 22,7 Millionen Franken. Eine Ursache dafür ist der ungebrochene Zuzug in die Stadt Zug. Im vergangenen September hat die Stadt die Marke von 30000 Einwohnern durchbrochen. Viele dieser Zuzüger scheinen gut bei Kasse zu sein. Auf der anderen Seite positiv ausgewirkt habe sich, so Kobelt, auch das Programm «Sparen und Verzichten».

Steuersenkung geplant

Die gute Finanzlage – in der Steuerausgleichsreserve sind derzeit 119 Millionen Franken ­deponiert – will der Stadtrat nun nutzen, um ab 2019 die Steuern zu senken. Karl Kobelt nennt für das Steuerjahr 2019 einen Steuerfuss von 54 Prozent. Die Steuern um einen Prozentpunkt zu senken, bringt einen Ertragsausfall von rund 3 Millionen Franken. (mo)


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