Start für den Technologiecluster

ZUG ⋅ Der Stadtrat hat den Bebauungsplan für den «Technologiecluster Zug» genehmigt, der auf dem Areal der V-Zug entstehen soll. Nun geht der Plan, der zahlreiche Besonderheiten aufweist, in die politischen Instanzen.
16. Mai 2017, 00:00

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

«Cluster» steht für Traube, Bündel, Haufen oder Gruppe. Eine solche Traube, einen Technologiecluster, will die V-Zug AG auf ihrem heutigen Produktionsgelände zwischen Industrie- und Oberallmendstrasse sowie der Grienbach- und Göblistrasse realisieren.

Als Startschuss für ein weiteres Generationenprojekt bezeichnete gestern Nachmittag Stadtrat André Wicki an der Pressekonferenz den Umstand, dass nun der Bebauungsplan des Technologieclusters auf den politischen Weg geschickt wird. Konkret: Letzte Woche nun segnete die Stadtregierung den Bericht und Antrag ab. Ende September soll das Parlament erstmals den Bebauungsplan beraten.

Der Bebauungsplan für den Technologiecluster Zug ist speziell, wie Bauchef Wicki ausführte. Und damit meinte er nicht primär die beeindruckenden Zahlen mit den 90000 Quadratmetern und dem Bauvolumen von 990000 Kubikmetern. Vielmehr soll der Plan grösstmögliche Flexibilität bieten, damit die vielfältigen Nutzungen realisiert werden können. Es werde gewissermassen am offenen Herzen geplant, gebaut und auch während der gesamten Baudauer produziert, führte Wicki weiter aus. «Es gibt wohl laufend neue Entwicklungen und Veränderungen, auf die man reagieren muss.» Die vorliegende Zonenplanung bestimmt mindestens 330000 Kubikmeter oder einen Drittel der maximal zulässigen Baumasse für die Produktion und Logistik. Zudem müssen auf dem Areal mindestens 55000 bis 160000 Quadratmeter Wohnraum mit rund 200 bis 500 Wohnungen erstellt werden.

Auch preisgünstiger Wohnraum soll entstehen

Auf dem der V-Zug gehörenden Areal an der Göblistrasse, wo der in die Jahre gekommene Block mit der Baarerstrasse 104 bis 108 steht, soll ausserdem preisgünstiger Wohnraum entstehen. «Wir reden hier von 31000 Quadratmetern oder 80 bis 120 Wohnungen», erklärte Bauchef André Wicki. Falls das Ansinnen dort nicht möglich sei, soll der preisgünstige Wohnungsbau andernorts in der Stadt entstehen. «Hier wurde ein Vertrag zwischen der Stadt Zug und der ­V-Zug erstellt, in dem sich die ­V-Zug verpflichtet, für den preisgünstigen Wohnungsbau 8 Millionen Franken zur Verfügung zu stellen.»

Es gehe beim Technologiecluster darum, sowohl Megathemen wie «Urban Industries», «Smart City», «Cleantech» und Sensorik als auch die bekannten Ankerthemen wie Gebäude-, Medizin- und Nahrungsmitteltechnik an einem Ort zu vereinen, erklärte Beat Weiss, Geschäftsführer der V-Zug Immobilien AG. Er zeigte auf, wie sich das Ganze vom Ist- zum Sollzustand entwickeln soll und dass dazu ein sogenanntes «Cluster Motherboard» genutzt werde. Das System beinhaltet die erneuerbare Energie vor Ort, die Logistik und Mobilitäts- sowie die Informations- und Kommunikationstechnologie.

Die Umsetzung des Tech-Clusters soll bis 2044 abgeschlossen sein.


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