SVP will endlich mitregieren

04. Dezember 2017, 00:00

Obwalden Als zweitstärkste Partei Obwaldens möchte die SVP Regierungsverantwortung übernehmen. Die Partei erhob am Freitagabend in Alpnach vor rund 100 SVP-Mitgliedern den Engelberger Kantonsrat und Juristen Daniel Wyler (58, Bild) mit 88 Stimmen ohne Gegenstimme auf den Schild. Der Kandidat zur Nomination: «Als Unternehmer weiss ich, dass nicht alles, was gemacht, gewünscht oder gar verlangt wird, Sinn macht und auch nötig ist», so Wyler. Er denke, dass man auch beim Staat stets hinterfragen müsste, ob etwas Sinn ergebe, ob das Geld gut investiert sei und ob man sich das Wünschbare leisten könne.

Die Engelberger Parteipräsidentin Monika Rüegger betonte, man wolle nun die günstige Ausgangslage bei den Regierungswahlen 2018 nützen. Weil derzeit zwei Rücktritte aus der Regierung vorlägen und sich zwei Mitglieder erstmals der Volkswahl stellen müssten, komme es in Obwalden «endlich wieder zu einer echten Wahl. So, wie wir von der SVP sie uns stets gewünscht haben.»

Es ist bereits der fünfte Anlauf der SVP für einen Sitz in der Obwaldner Regierung, die 2002 aufgrund einer SVP-Initiative von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert wurde. (cuo)


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