Tell-Oper auf Rütli soll stattfinden

15. Juli 2017, 00:00

Uri Am 25. Juli 2019 soll es so weit sein: Bei Dämmerung wird auf dem Rütli die berühmteste Ouvertüre der Operngeschichte erklingen. Die Startmelodie zu Rossinis «Wilhelm Tell». Zum ersten Mal in der Geschichte wird damit die Oper an ihrem Originalschauplatz aufgeführt. Hinter dem Projekt steckt der Urner Schauspieler Urs Althaus. «Es soll etwas werden, worauf wir Schweizer alle stolz sein können. Das ist der Antrieb für die Verantwortlichen», sagt Althaus. Ziel sei es, eine Oper für alle zu gestalten. «Die Leute sollen hierher pilgern und die gemeinsame Geschichte erleben.»

Bereits 2010 machte Althaus ein Opernprojekt publik. Damals wollte er das Dorfbild von Bauen zur Kulisse erklären. Das Publikum hätte von einer schwimmenden Plattform aus die Oper «La Sonnambula» geniessen sollen. Doch 2014 musste das Projekt versenkt werden: Die Friedhofsverwaltung machte geltend, dass die Pläne nicht mit der Totenruhe vereinbar seien, da auch der Friedhof als Bühne hätte benutzt werden sollen. «Danach kam die Idee auf, die Sache auf dem Rütli durchzuziehen», so Althaus. «Wenn wir schon auf dem Rütli eine Oper machen, dann ‹Wilhelm Tell›.» Vor drei Jahren begann man schliesslich zu planen.

Aufführung in allen vier Landessprachen

Geplant sind 25 Vorstellungen in allen vier Landessprachen. «Das Grundteam steht, wir haben sämtliche Bewilligungen, das Bühnenbild ist fertig geplant, ein Sicherheitskonzept wurde besprochen. Die SGV denkt über ­einen speziellen Schiffsplan nach, und noch fehlen ein paar Infrastrukturanpassungen, und ein paar Punkte der Logistik sind noch offen.» Das Gesamtbudget beträgt 7,8 Millionen Franken. «Die Hälfte haben wir beisammen», sagt Peter Marschel, Präsident des Fördervereins. «Nun können wir damit beginnen, Künstler zu verpflichten.» (zf)


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