Über 100000 Franken für «ZG 10»

AUTONUMMERN ⋅ Seit letzter Woche können Zuger Nummernschilder mit tiefen Zahlen ersteigert werden. Sie erzielen teils hohe Preise. Daneben dürfte eine Neuheit die Herzen von Autofans höherschlagen lassen.
13. Februar 2018, 00:00

Am vergangenen Donnerstag ging es los: Der Kanton Zug versteigert 14 Autokennzeichen. Damit sollen, im Kontext der Spardebatte, zusätzliche Einnahmen von 400000 Franken pro Jahr generiert werden. Bis gestern Abend waren immerhin 242520 Franken beisammen. Und eine Summe ist spektakulär: Das höchste Gebot für das teuerste Schild, «ZG 10», liegt aktuell bei 101000 Franken. Zwei Bieter schaukelten sich gleich nach Eröffnung der Auktion innert einer guten Stunde hoch. Zum Vergleich: Die teuerste in der Schweiz verkaufte Autonummer war im letzten Jahr «VS 1» für 160100 Franken.

Am wenigsten geboten wurde in Zug mit 3000 Franken bisher für «ZG 9839». Die Startpreise für vierstellige Nummern lagen zwischen 1000 und 3000 Franken. Für «ZG 10» wurde ein Anfangspreis von 30000 festgelegt. Geboten werden kann auch auf Töffnummern. Hier liegt das Höchstgebot bei 10000Franken, für «ZG 18». Die Auktion läuft noch bis morgen um 21 Uhr.

Dass die Preise so schnell stiegen, erstaunt Markus Feer, Leiter Strassenverkehrsamt des Kantons Zug: «Das habe ich so nicht erwartet.» Darüber, warum einige Leute so viel für eine Autonummer ausgeben, könne auch er nur spekulieren. «Die Erfahrungen der anderen Kantone zeigen, dass hierfür offenbar ein Bedürfnis besteht.»

Beim Kanton Zug ist man mit dem bisherigen Verlauf des Nummernverkaufs «sehr zufrieden». Feer: «Die Staatskasse wird etwas aufgebessert, und die Kosten für das Auktionstool und den Aufbau des Services sind bereits mehrfach übertroffen worden.» Deshalb will man in Zug von nun an das erwähnte Bedürfnis der Autofahrer oder Sammler vermehrt befriedigen. «Geplant sind mindestens drei bis vier Auktionen pro Jahr.» Berücksichtigen werde man dabei die Nachfrage «nach besonderen Kontrollschildnummern».

Seit dem 1.Januar können sich Interessierte zudem selber ein Wunschnummernschild zusammenstellen. Dieses Angebot funktioniert laut Feer wie folgt: Wer eine spezielle Nummer prägen lassen will, kann dies beim Strassenverkehrsamt anmelden. Sofern nicht schon immatrikuliert ist, lässt das Strassenverkehrsamt die Schilder produzieren, die dann in die öffentliche Auktion kommen. Der Anfangspreis liegt bei mindestens 500 Franken.

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

Hinweis

Direkt zur Auktion geht es hier: auktion-stva.zg.ch


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