Uri rechnet mit happigem Minus

06. Oktober 2017, 00:00

Finanzen Dass Uri immer weniger Geld aus dem nationalen Finanzausgleich erhält, ist kein Geheimnis. Nun aber schenken die Mindereinnahmen erstmals richtig ein: Im Kantonsbudget 2018 wird mit 7 Millionen Franken Defizit gerechnet. Der weiter sinkende Ertrag aus dem nationalen Finanzausgleich könne «trotz sehr restriktiver Budgetierung» nicht mehr kompensiert werden, heisst es seitens des Kantons. Für das laufende Jahr sind 0,7 Millionen Mindereinnahmen budgetiert.

«Das ist aber noch kein Grund zur Panik», beschwichtigt der Urner Finanzdirektor Urs Janett. «Mit einigen Investitionen schaffen wir für die Zukunft einen Mehrwert. Jetzt gilt es eine Durststrecke zu überstehen.» Der Finanzdirektor spricht deshalb von einem «vertretbaren Minus».

Der ermittelte Gesamtaufwand von 412,6 Millionen Franken ist gegenüber des Budgets 2017 um 2 Millionen an­gestiegen, während bei den Einnahmen (total 405,6 Millionen Franken) mit 4,3 Millionen weniger budgetiert wird. Die Nettoinvestitionen liegen mit 36,2 Millionen trotz der ersten grösseren Tranche für den Um- und Neubau des Kantonsspitals auf Vorjahresniveau. Im Budget 2017 waren es 38,2 Millionen. Die geplanten Vorhaben können zu rund einem Viertel selbst finanziert werden. (zf)


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