Verzicht auf Gang vor Gericht

16. September 2017, 00:00

Obwalden Der Verein Marsch fürs Läbe geht nicht juristisch gegen das Verbot für den Gebetsmarsch von St.Niklausen in die Ranftschlucht vor. Mediensprecherin Beatrice Gall sagte gestern auf Anfrage, dass man die Beschwerde nicht ans Verwaltungsgericht weiterziehe. Indessen werde geprüft, gegen Verantwortliche diverser öffentlicher Gewaltaufrufe gegenüber den Organisatoren und vermeintlichen Teilnehmern juristische Schritte einzuleiten.

Verein will Standort Obwalden nicht aufgeben

Die Gemeinden Kerns und Sachseln hatten die Bewilligung für den Marsch am morgigen Bettag verweigert. Mit der Beschwerde vor dem Regierungrat blitzte der Verein – eine Gruppierung von christlich-konservativen Abtreibungsgegnern – ebenfalls ab. Trotz der Absage will der Verein den Standort Obwalden nicht so schnell aufgeben. Er nimmt für den Frühling 2018 einen zweiten Anlauf. Selbst wenn das Gedenkjahr von Bruder Klaus dann vorbei sei, bleibe das Flüeli ein kraftvoller Ort fürs Gebet, begründet Gall die Motivation dafür. Der Verein glaubt laut einer Mitteilung, dass der negative Entscheid in erster Linie mit dem hohen Feiertag von morgen und der Unvereinbarkeit mit dem kantonalen Ruhetagsgesetz zusammenhängt. (om)


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