Zug informiert zu Bitcoin-Steuern

06. Dezember 2017, 00:00

Digitale Währungen Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether oder Litecoin sind in aller Munde. Die Kurse steigen, der Hype hat längst auch Privatanleger erreicht. Eine Frage wurde bisher aber ver­nachlässigt: Wie sollen Vermögenswerte in Kryptowährungen eigentlich besteuert werden?

In der Schweiz müssen Kryptowährungen seit zwei Jahren versteuert werden. Jetzt hat die Steuerverwaltung des Kantons Zug auf ihrer Website ein Merkblatt aufgeschaltet. Einen kurzen Newsletter zu den gleichen Fragen hat vor drei Wochen bereits der Kanton Luzern publiziert. Damit gehören die beiden Zentralschweizer Kantone zu den Ersten, die solche Leitlinien publizieren. Das Zuger Merkblatt ist dabei ausführlicher. Es enthält Richt­linien, etwa wie Kursgewinne und -verluste deklariert werden müssen oder dass auch das Schürfen (Mining) von Kryptowährungen «durch Zur-Verfügung-Stellen von Rechnerleistung gegen Entschädigung» zu steuerbarem Einkommen führt.

«Wir haben versucht, unser erstes Merkblatt so umfassend wie möglich zu machen», so der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler. In naher Zukunft rechne man nicht mit einer grossen Zahl solcher Fälle. Sollte sich allerdings abzeichnen, «dass es immer mehr steuerlich relevante Unternehmen werden», müsse man laut Tännler nochmals über die Bücher. (lb)


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