Zug legt Sparpaket vor

10. November 2017, 00:00

Finanzen Der Zuger Regierungsrat hat das dritte Sparpaket «Finanzen 2019» in erster Lesung beschlossen und schickt es nun in die Vernehmlassung. Ein wichtiger Bestandteil des Sparpakets im Umfang von 112 Millionen Franken ist eine Steuererhöhung von 4 Prozent des kantonalen Einheitssatzes von 82 auf 86 Punkte. Dies soll jährlich 50 Millionen einbringen. Es wäre die erste Anpassung des kantonalen Steuersatzes seit 1973. Das Sparpaket soll gemäss Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) das letzte bleiben: Das strukturelle Defizit werde mit den geplanten Massnahmen auf das Jahr 2020 «vollumfänglich beseitigt».

Wie bereits im April angekündigt, beinhaltet das Paket rund 400 Massnahmen, mit denen die Jahresrechnungen um 62 Mil­lionen Franken entlastet wer­-den. Einen Grossteil der vor­gesehenen Sparmassnahmen – mit einem Gesamtumfang von 42 Millionen Franken – kann der Regierungsrat in eigener Kompetenz beschliessen. 41 Massnahmen, die 20 Millionen Franken umfassen, und die Steuerfuss­erhöhung müssen dem Kantonsrat und allenfalls dem Volk vorgelegt werden. Das Paket steht nun bis Ende Januar 2018 in der Vernehmlassung. (red)


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