Podium macht Fagettis Sonderrolle klar

NIDWALDEN ⋅ Als Linker und Zürcher versuchte Andreas Fagetti am Wahlpodium Paroli zu bieten.
21. September 2015, 00:00

red. Bis auf den letzten Platz war der «Engel»-Saal in Stans am Freitagabend gefüllt. Rund 260 Zuhörer besuchten das Wahlpodium unserer Zeitung: Waren sie gekommen, um das sonderbare Gebaren des selbst ernannten Kandidaten Sepp Käslin «live» mitzuerleben? Oder ging es ihnen vielmehr um die Wortgefechte zwischen den Ständeratskandidaten Therese Rotzer (CVP) und Hans Wicki (FDP), den Nationalratskandidaten und Journalisten Peter Keller (SVP) und Andreas Fagetti (parteilos)?

Um es gleich vorwegzunehmen, es war praktisch unmöglich, mit Sepp Käslin ein vernünftiges Gespräch zu führen. Bei politischen Fragen von Gesprächs- und Redaktionsleiter Markus von Rotz driftete er immer wieder ab. Der 68-Jährige weckte nicht ansatzweise den Anschein, ein ernst zu nehmender Gegner von Therese Rotzer und Hans Wicki für den Sitz im Ständerat zu sein.

  • Wahlpodium 2015
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Die Ausgangslage für den 18. Oktober macht neugierig. Dies zeigte ein Wahlpodium. Drei vertraute Gesichter, ein Zürcher und ein kurioser Einzelkämpfer traten an.

Für Mindestlöhne und Stimmrecht

Von den eigentlichen Podiumsteilnehmern fiel hingegen keiner ab. Der Gesprächsabend zeigte auch, dass sie sich bei gewissen Themen einig sind. So sprachen sich Rotzer, Wicki, Keller und Fagetti gegen einen EU-Beitritt aus und orteten beim NFA erhebliche Mängel. Bei Umwelt- oder Sozialfragen wurde hingegen Fagettis Sonderrolle als Linker offensichtlich: Als Einziger befürwortete der WOZ-Journalist Mindestlöhne oder das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene für Ausländer, die schon zehn Jahre in der Schweiz leben.

Trotz aller politischen Wortgefechte hatten aber auch lockere und unterhaltsame Intermezzi Platz.15


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