Zwangsferien auf Herbst festgelegt

23. Januar 2016, 00:00

Luzern gus. Im Rahmen der Sparmassnahmen hat der Luzerner Kantonsrat den Kantons- und Berufsschulen eine Woche Zwangsferien auferlegt. Die Massnahme ist auf das kommende Schuljahr befristet und soll dem Kanton Luzern einen Spareffekt von rund 4 Millionen Franken bringen. Nun ist klar, wann diese Zwangsferienwoche durchgeführt wird: Die Herbstferien werden um eine Woche verlängert, die Tage von 17. bis 23. Oktober 2016 sind zusätzlich schulfrei. Der einwöchige Unterrichtsausfall hat bei Berufsschülern keinen Einfluss auf den vertraglichen Lehrbeginn. Die Lehrbetriebe legen diesen wie bis anhin auf Anfang/Mitte August fest.

Die Wünsche seitens der Berufsfachschulen und des Lehrerverbandes betreffend den Zeitpunkt seien sehr unterschiedlich gewesen, schreibt der Kanton in seinem Newsletter. Auf Seite der Betroffenen kann man mit dem gefällten Entscheid leben. Urban Sager, Vizepräsident des Verbandes der Luzerner Mittelschullehrer, sagt zur Lösung: «Generell macht diese Reduktion zu keinem Zeitpunkt Sinn, doch nach den Herbstferien bietet sie sich am ehesten an.»

«Am wenigsten Schaden»

Auch Stefan Moser, Präsident des Verbandes der Berufsschullehrer, sagt auf Anfrage: «Es hätte verschiedene Lösungen gegeben. Doch das ist der Zeitpunkt, der am wenigsten Schaden anrichtet.» Die Verlängerung der Sommerferien hätte die ohnehin kurze Zeit zu den Herbstferien noch weiter verkürzt. Die Meinungen über den besten Zeitpunkt seien allerdings weit auseinandergegangen, sagt Moser. «Von den Schulen kamen auch ganz unterschiedliche Rückmeldungen, was den Zeitpunkt betrifft.» Dieser sei letztlich nicht so wichtig. «Denn am Ende bleibt es dabei: Der Schulstoff von 40 Wochen muss auf 39 Wochen verteilt werden. Damit werden vor allem schwächere Schüler zu kämpfen haben», so Moser.


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