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40'000er-Marke geknackt – und in Zukunft gibt es im Kanton Luzern noch mehr Schüler

Die Anzahl Schüler im Kanton Luzern steigt und wird weiter steigen. Dies führt zu einem erhöhten Bedarf an Schulraum und zu Mehrkosten für die Gemeinden. Im aktuellen Schuljahr sind es knapp 40'150 Schüler.
Janick Wetterwald

Im Schuljahr 2013/14 zählte der Kanton Luzern 38'600 Schüler an den Volksschulen, im aktuellen Schuljahr sind es knapp 40'150. In den letzten fünf Jahren nahmen also insgesamt über 1500 Kinder mehr am Unterricht einer Volksschule teil.

Anzahl Schüler im Kt. Luzern

in Tausend
Gesamt
Unterstufe
Sekundarschule
14/1515/1616/1717/1818/90010203040

In Zukunft soll sich dieser Trend gemäss der Mitteilung vom Kanton noch verstärken – dies aufgrund der demografischen Entwicklung. Die Anteile an ausländischen Schüler (20 Prozent) sowie mit einer anderen Muttersprache als Deutsch (zirka 18 Prozent) bleiben stabil.

Mehr Klassen, mehr Kosten

Die Schule Hochdorf hat in den den letzten fünf Jahren einen Schülerzuwachs um rund 20 Prozent erfahren. Dies bestätigt auch der Rektor der Schulen Hochdorf, Werner Ottiger, und sagt: «Ab dem nächsten Jahr führen wir neu jede Primarstufe sechsfach statt wie bisher fünffach.» In der Oberstufe werde es, je nach dem wie viele Schüler in die Kantonsschule gehen, eine oder zwei Klassen mehr geben.

Das bedeutet für Hochdorf: Mehr Schulraum ist nötig, die Kosten für Lehrpersonen und Lehrmittel werden steigen. «Bis im März läuft der Projektwettbewerb für den Schulhausneubau, zudem wird das bestehende Schulhaus Avanti anschliessend noch umgebaut», sagt Ottiger dazu.

Qualität soll nicht leiden

In Schötz bereitet man sich ebenfalls auf die steigenden Schülerzahlen vor. Seit diesem Jahr stehen provisorische Klassenzimmer und Gruppenräume zur Verfügung. «Für das nächste Schuljahr wird zusätzlich eine fünfte Klasse eröffnet», sagt Christine Schärli, Gesamtschulleiterin ad interim in Schötz.

Für Schärli ist wichtig, dass die Qualität nicht unter der steigenden Quantität leidet. «Darum eröffnen wir eher eine weitere Klasse, statt die bestehenden zu überfüllen.» Ideal sei eine Klassengrösse um die 20 Schülerinnen und Schüler.

Für die mittlere Zukunft plant die Baukommission anhand der steigenden Schülerzahlen ein zusätzliches Schulhaus für die Gemeinde Schötz.

Privatunterricht ist im Trend

63 Lernende besuchen im Kanton Luzern aktuell Privatunterricht, vor vier Jahren waren es knapp halb so viele gewesen. Damit ist auch der Anteil von 0,1 auf 0,2 Prozent gestiegen. Seit dem Schuljahr 2015/16 ist es nicht mehr zwingend, dass die erteilende Lehrperson für den Privatunterricht an eigenen Kindern auf Primarschulstufe ein Lehrdiplom vorweisen muss. Eine abgeschlossene Ausbildung, die einen direkten Zugang zur Universität ermöglicht, reicht.

Zugenommen haben auch die altersdurchmischten Klassen. Über 36 Prozent der Schüler haben auch Klassengspändli die älter oder jünger sind. 26 von 83 Gemeinden im Kanton setzen sogar ausschliesslich auf das altersgemischte Lernen.

Strukturmodelle der Sekundarstufe

Im getrennten Strukturmodell (GSS) werden die Niveaus A (höhere Anforderungen), B (erweiterte Anforderungen) und C (grundlegende Anforderungen) in separaten Klassen unterrichtet.

Im kooperativen Strukturmodell (KSS) werden die Niveaus A/B und C in je gemeinsamen Klassen geführt. Die Niveaufächer Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik werden in klassenübergreifenden Niveaugruppen unterrichtet.

Im integrierten Strukturmodell (ISS) werden alle Lernenden in einer Klasse unterrichtet. In den Niveaufächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik werden die Lernenden in klassenübergreifenden Niveaugruppen unterrichtet.

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