Ab heute wird der Lockdown gelockert

Ab heute Montag gibt es erste Lockerungen der Einschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie. Bau- und Gartenmärkte, Coiffeursalons, Therapiepraxen, Tier- und Zahnärzte sowie Kosmetik- und Tattoo-Studios dürfen wieder öffnen.

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(sda) Die Branchen haben eigene Schutzkonzepte gegen eine Übertragung des Coronavirus ausgearbeitet. Eine kleine Übersicht:

Die Baumärkte

Die Bau- und Gartenmärkte setzen wie der Detailhandel auf ein Tropfenzählersystem beim Einlass, das Einhalten der Mindestabstände und das bargeldlose Zahlen. Zudem versehen sie die Kassen mit Plexiglasscheiben. Um dem erwarteten Ansturm zu begegnen, wurden spezielle Wartezonen eingerichtet.

Die Zahnärzte

Für die Zahnarztpraxen hat die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft zusammen mit den Kantonszahnärztinnen und -ärzten ein Schutzkonzept erstellt. Die bereits unter normalen Bedingungen strengen Hygienestandards wurden mit zusätzlichen Massnahmen wie Triage von Risikopatienten oder Abstandhalten im Wartezimmer verstärkt. Schutzmaske ist bei den Zahnärzten ohnehin Routine.

Die Physiotherapeuten

Der Physiotherapeuten-Verband Physioswiss empfiehlt den Therapeutinnen und Therapeuten, bei der Arbeit Schutzmasken zu tragen. Klienten müssen keine Maske anziehen, ausser sie gehören einer Risikogruppe an. Weitere Auflagen gelten bei der Patientenzahl in der Praxis und im Wartezimmer. Behandlungen in Alters-, Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen erfolgen nach deren Besuchsregeln.

Die Tierarztpraxen

In Tierarztpraxen und Tierkliniken ist neben den Distanz- und anderen Regeln neu, dass die Halter ihre Tiere draussen vor der Praxis oder Klinik den Veterinären übergeben und wieder abholen müssen.

Die Coiffeursalons

Maske auf: Die Coiffeusen des Coiffeur Carre in Dallenwil im Kanton Nidwalden machen sich gegenseitig die Haare und testen auch gleich den Ablauf der Schutzmassnahmen des Bundes. bild: keystone

Coiffure Suisse, der Berufsverband der Coiffeure hat ein Zwei-Phasen-Konzept erstellt, das unter anderem auf Masken setzt. In der ersten Phase sollen die Coiffeure ihre Geschäfte teilweise öffnen können. Die Salons sollen zunächst – wegen des Sicherheitsabstandes – auf maximal der Hälfte ihrer Plätze bedienen, mit einem Teil der Belegschaft und höchstens einem Lernenden.

Die Coiffeusen des Coiffeur Carre in Dallenwil im Kanton Nidwalden machen sich gegenseitig die Haare und testen auch gleich den Ablauf der Schutzmassnahmen des Bundes während der Coronavirus-Pandemie.

Die Coiffeusen des Coiffeur Carre in Dallenwil im Kanton Nidwalden machen sich gegenseitig die Haare und testen auch gleich den Ablauf der Schutzmassnahmen des Bundes während der Coronavirus-Pandemie.

Bild: Urs Flueeler / KEYSTONE

Coiffeure und Kunden müssen zudem Schutzmasken tragen. Weiter setzt das Konzept auf Einweghandschuhe für die Coiffeure, Einweg-Schutzumhänge für die Kundschaft und Desinfektion. Für Arbeiten im Gesicht - etwa Bartpflege, Rasur oder Kosmetik - sowie für Maniküre muss eine Plexiglasvisiermaske getragen werden.

Angehörige von Risikogruppen sind bei der teilweisen Eröffnung ausgeschlossen, und auch in Altersheimen dürften Coiffeure noch nicht arbeiten. In der zweiten Phase sollten die Salons wieder vollständig öffnen dürfen und sich dabei an die vom Bundesamt für Gesundheit vorgeschriebenen Massnahmen halten.

Die Tätowierer

Der Verband Schweizerischer Berufstätowierer verlangt von den Stichkünstlern in seinem Schutzkonzept, eine Schutzmaske des Typs FFP2 zu tragen. Kunden erhalten eine Chirurgenmaske. Für Beratung und Erstkontakt gilt der Mindestabstand. Zudem erliess der Verband weitere Massnahmen wie konsequentes Desinfizieren von Oberflächen und Trennwänden oder Vorhängen zwischen den Arbeitsplätzen.