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Bildungsangebot für jugendliche Flüchtlinge in Luzern: Viele Praktika werden nicht besetzt

Verschiedene Förderprogramme sollen dafür sorgen, dass jugendliche Flüchtlinge hierzulande beruflich Fuss fassen können. Eine Zwischenbilanz des Kantons Luzern zeigt nun: Viele angebotene Praktikumsstellen werden nicht genutzt.
Raphael Zemp
Die Integrationsvorlehre richtet sich an anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Jugendliche, welche bereits einen spezifischen Berufswunsch haben. (Bild: PD)

Die Integrationsvorlehre richtet sich an anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Jugendliche, welche bereits einen spezifischen Berufswunsch haben. (Bild: PD)

Eine Lehrstelle zu finden, ist für viele jugendliche Migranten alles andere als einfach – nicht zuletzt auch weil sie unsere Sprache gar nicht oder nur ungenügend beherrschen. Um dieses Problem wissen auch die kantonalen Behörden, die es in einer Medienmitteilung von Dienstagmorgen unverblümt auf den Punkt bringt: «Im ordentlichen Bewerbungsverfahren finden sie oft keinen Arbeitsplatz.»

Abhilfe verschaffen sollen darum verschiedene Integrationsprogramme, die immer auch Praktika beinhalten. So könnten sich die Jugendlichen als begabte Arbeitskräfte profilieren und grundlegendes Wissen ebenso lernen wie die entsprechende Fachsprache, schreibt die kantonale Dienststelle Berufs- und Weiterbildung. «Durch die Arbeit auf dem Betrieb steigern sich die Chancen auf eine Lehrstelle markant.»

Doch das Angebot an Praktikumsplätzen wird bei weitem nicht ausgeschöpft. So gibt es für Kursbesucher des Integrationsbrückenangebots 40 Plätze, besetzt sind aber nur deren 10. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Integrationsvorlehre. Im Moment stehen laut Behörden im Kanton Luzern 36 Praktikumsplätze zur Verfügung, von denen noch 17 offen sind.

In beiden Fällen begründet der Kanton den Status quo damit, dass Interessen und Fähigkeiten der Jugendlichen nicht immer mit dem bestehenden Angebot übereinstimmen würden. Im Falle der Integrationsvorlehre sei zudem fehlende Sprachkompetenz ein weiterer Grund, warum die bestehenden Praktikumsplätze nicht restlos belegt werden.

So werden jugendliche Migranten gefördert

Es sind vornehmlich zwei Ausbildungsprogramme, die sich im Kanton Luzern der beruflichen Integration junger Migranten annehmen. Zum einen ist dies das Integrationsbrückenangebot (Iba), das sich an spät eingereiste Jugendliche richtet. Sein Fokus liegt dabei auf der Integration. Das Angebot besteht aus einem Basisjahr mit fünf Tagen Unterricht und einem Aufbaujahr mit drei Tagen Unterricht und zwei Tagen Praktikum. Unterrichtet werden Deutsch sowie alle weiteren Fächer, die für eine berufliche Integration in der Schweiz relevant sind. Derzeit nutzen 98 Migranten das Brückenangebot, im Februar stossen 25 weitere dazu.

Daneben gibt es seit diesem Sommer das Pilotprojekt Integrationsvorlehre (Invol). Daran beteiligt ist die ganze Zentralschweiz, genutzt aber wird es primär in den Kantonen Luzern und Zug. Dieses Angebot richtet sich explizit an anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Jugendliche und will diese fit machen für eine Lehre – mit entsprechend branchenspezifischer Vorbereitung.

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