Der Zentralschweizer Mario Garcia verpasst beim internationalen Wettkochen das Podest

Der Spitzenkoch Mario Garcia aus Kriens kocht sich am Weltfinale des hochkarätigen Bocuse d’Or auf den fünften Platz. Das Rennen macht das Team Dänemark vor dem Team Schweden und den Norwegern.

Roger Rüegger und Linda Leuenberger
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Der 28-jährige gebürtige Stanser Mario Garcia und sein Team traten am Mittwoch in Lyon am Weltfinal des Bocuse d'Or – dem renommiertesten Kochwettbewerb überhaupt – gegen Kandidaten aus 24 Ländern an. 

Bis jetzt steht fest: In die Top Drei haben es die Schweizer nicht geschafft. Skandinavier entscheiden den Bocuse d'Or für sich: Das dänische Team erkocht sich den ersten Platz, Zweite sind die Schweden. Die Bronzemedaille geht nach Norwegen. Auf welchen Rang sich die Schweizer gekocht haben, wird am Donnerstag in einer Mitteilung des Bocuse d'Or zu lesen sein.

Mit einer der weiteren Auszeichnungen wurde das Schweizer Team auch nicht gekürt: Der Preis für das beste Promotionsposter ging an Marokko. Der «Meilleur Commis Prix» für den besten Küchengehilfen ging an jenen aus dem Team Dänemark. Das französische Team wurde mit dem Preis für den schönsten Teller geehrt, Finnland für die am schönsten angerichtete Platte.

Kostspielige Vorbereitungen

Garcia hat für sein Vorhaben sehr viel trainiert und dabei keinen Aufwand gescheut. Er liess im Pavillon des Strandbads Lido in Luzern eine Küche nachbauen, die jener an der Weltmeisterschaft in Lyon gleicht. Dafür hat er eine Crowdfunding-Kampagne lanciert und rund 16'000 Franken für sein Vorhaben zusammen gebracht. In dieser temporären Küche ist er in seinem Element und bereitet sich an seinem Arbeitsplatz bis zu 16 Stunden täglich vor.

Eine Hommage an Bocuse und Robuchon

Am 20. Juni hat sich der junge Mann in der europäischen Ausscheidung für den Weltfinal qualifiziert. Die Kandidaten müssen so etwas wie eine kulinarische Hommage an die verstorbenen Joël Robuchon und Paul Bocuse auf die Teller zaubern. Mario Garcias Chancen stehen gut. Der ehemalige Natikoch Rasmus Springbrunn sagt gegenüber der Hotellerie Gastronomie Zeitung zitiert: «Noch nie hat ein Schweizer Kandidat einen solch grossen Aufwand betrieben».

Mario Garcia hat als 18-jähriger Kochlehrling in der «Brasserie Le Mirage» in Stans den nationalen Lehrlingskochwettbewerb Gusto gewonnen. Er war damals praktisch schon Schweizer Meister. «Das war der Grundstein für viele weitere Siege und Momente», schreibt er auf seiner Webseite.

 

Auszeichnung für Krienser Koch

Mario Garcia hat das Publikumsvotum für den «Gastrostern» für sich entschieden. Es ist nicht sein erster Erfolg dieses Jahr.