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Erhält Sursee ein viertes Gleis?

Die SBB prüfen ein weiteres Gleis beim Bahnhof Sursee. Dafür müsste allenfalls das Bahnhofgebäude weichen. Eine grobe Kostenschätzung beläuft sich auf rund 17,5 Millionen Franken.
Ernesto Piazza
Luftaufnahme des Bahnhofs in Sursee. (Bild: Pius Amrein, Sursee, 6. November 2018)

Luftaufnahme des Bahnhofs in Sursee. (Bild: Pius Amrein, Sursee, 6. November 2018)

In Sursee möchte der Stadtrat das Bahnhofareal umbauen. Das verabschiedete Vorprojekt steht hauptsächlich auf drei Säulen: einer unterirdischen Velostation, einem Bushof und einer generellen Neugestaltung des Bahnhofplatzes. Eine grobe Kostenschätzung beläuft sich auf rund 17,5 Millionen Franken. Die Velostation erstreckt sich auf eine Länge von zirka 160 Metern, geplant sind etwa 1000 Abstellplätze. Kernstück des Bushofes ist eine überdachte Busperronanlage mit insgesamt acht behindertengerechten Haltekanten (Ausgabe vom 16. Juli).

In Zusammenhang mit diesem Ausbau wird auch über ein viertes Gleis beim Bahnhof diskutiert. «Hierfür haben die SBB jetzt eine Studie ausgeschrieben», sagt Bauvorsteher Bruno Bucher auf Anfrage. Beim Projekt «Bahnhof Sursee» der Bundesbahnen sei man mit den Verantwortlichen in Kontakt. Der Stadt wurde von den SBB bereits zugesichert, bei der Planung eines vierten Gleises, bei der Verlängerung der Perronanlagen und bei der Sanierung oder allfälligen Erweiterung der Personenunterführungen in die Projektgruppe der SBB Einsitz nehmen zu können.

Perronanlagen entwickeln sich in Richtung Luzern

Klar ist: Weil Richtung Basel die Platzverhältnisse zu eng sind, werden sich die verlängerten Perronanlagen in Richtung Luzern entwickeln. Ein viertes Gleis käme stadtseitig zu liegen. «Dann müsste das jetzige Bahnhofgebäude weichen», sagt der Surseer Bauvorsteher. Wie der «Ersatz» aussehen könnte, soll die in Auftrag gegebene Studie der SBB aufzeigen.

Personenunterführung müsste verbreitert werden

Genauso offen ist, ob und wann eine dritte Unterführung gebaut wird. Vermutlich käme sie im Bereich des Pax-Hochhauses (Therma-Areal) zu stehen. Das Bauvorhaben ist allerdings nicht ein Bestandteil des aktuellen Bushofprojekts und dürfte – wenn überhaupt – erst zusammen mit dem vierten Gleis realisiert werden. Unbestritten ist ebenfalls die Notwendigkeit, die bestehende und stark frequentierte Personenunterführung Mitte im Querschnitt zu verbreitern und allenfalls tiefer zu stellen.

Und wie sieht die SBB die Situation? Dass eine Studie für ein viertes Gleis ausgeschrieben wurde, bestätigt SBB-Sprecher Reto Schärli. Ob es dereinst realisiert wird, sei aber keineswegs sicher. Hierfür müssten auch die Bedürfnisse und die Pendlerströme analysiert werden. Schärli: «Zudem hängt die ganze Entwicklung von einem Durchgangsbahnhof Luzern ab.»

Auf der Zeitschiene betrachtet, wird das vierte Gleis jedoch kaum vor 2030 realisiert. Wer die Kosten dafür trägt, muss zum gegebenen Zeitpunkt verhandelt werden. In Frage dürften hierfür die SBB, der Kanton, die Stadt Sursee sowie allenfalls weitere, interessierte Anstössergemeinden oder auch Dritte kommen.

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