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FCL hat den Mut wieder gefunden

Im vierten Anlauf holt Luzern in dieser Saison endlich den ersten Punkt gegen Sion: Die Luzerner spielen, nachdem sie nach den ersten 10 Sekunden schon ein Tor kassiert hatten, im Wallis ein 2:2.
Daniel Wyrsch, Sion
Luzerns 2:1-Torschütze Blessing Eleke (links) im Zweikampf mit Sions Xavier Kouassi. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 7. April 2019))

Luzerns 2:1-Torschütze Blessing Eleke (links) im Zweikampf mit Sions Xavier Kouassi. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 7. April 2019))

Die Luzerner spielten in Sion couragiert – ganz im Gegensatz zum letzten Spiel neun Tage vorher im eigenen Stadion gegen Basel (0:1-Niederlage). Gut tat den Innerschweizern, dass sie auf der rechten Seite im Gegensatz zum FCB-Match wieder mit Aussenverteidiger Christian Schwegler (34) und Flügel Ruben Vargas (20) antreten konnten. Beide sind eminent wichtig für die Mannschaft von Thomas Häberli.

Routinier Schwegler brachte nach abgesessener Gelbsperre seine Abgeklärtheit und Kampfbereitschaft mit nach Sion, Youngster Vargas nach einer Blessur seine Schnelligkeit und Wirbligkeit. Darum erstaunte es nicht, dass die Innerschweizer nach dem Dämpfer gegen Ex-Serienmeister Basel wieder beherzt aufspielten.

Schnellstes Tor der Ligahistorie kassiert

Christian Schneuwly (31) und Christian Schwegler (34), die erfahrenen FCL-Profis, haben in ihren Karrieren schon einiges erlebt. Doch am Sonntag mussten beide unisono feststellen: «Ein solch schneller Rückstand und ein derart turbulenter Spielverlauf, – das ist auch für uns etwas Besonderes gewesen.» Der ultraschnelle Sion-Führungstreffer war für fast alle Anwesenden im Stadion und an den TV-Bildschirmen ein erstmals erlebtes Ereignis. Denn das Tor zum 1:0 erzielte Flügelspieler Ermir Lenjani schon nach zehn Sekunden! Damit schoss der albanische Internationale mit fussballerischen Wurzeln in St. Gallen den schnellsten Treffer in der Super-League-Geschichte, die seit 2003 besteht. «Murat Yakin hat uns gesagt, dass wir vom Anpfiff an loslegen sollen», erzählte Lenjani später. Seinen Rekord muss Lenjani jedoch teilen: 2015 war Sion-Stürmer Moussa Konaté (heute in der Ligue 1 bei Amiens) ebenfalls nach zehn Sekunden erfolgreich. Der Senegalese traf im Match gegen St. Gallen. (dw)

Yakin stellt fest, die Kontrolle übers Spiel verloren zu haben

Nach unterhaltsamen 90 Minuten in einer beidseits offensiv und kämpferisch geführten Begegnung musste Sion-Trainer Murat Yakin nach dem 2:2-Remis konstatieren: «Wir hatten die Kontrolle verloren, als Luzern in der zweiten Halbzeit drei gute Chancen herausspielte.» Der frühere FCL-Coach Yakin, der mit den Wallisern zuletzt dreimal hintereinander siegreich war, hatte allen Grund, die Überlegenheit der Gäste nach der Pause anzusprechen. Christian Schneuwly (50.), Vargas (55.) und Pascal Schürpf (70.) vergaben erstklassige Gelegenheiten, um Luzern zum Sieg zu schiessen. Yakin wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte: Torhüter Kevin Fickentscher bot eine überragende Leistung. «Kevin hat uns mit starken Paraden mehrmals den Punkt gerettet», lobte Yakin seinen Keeper. Einen nachdenklichen Eindruck machte dagegen FCL-Trainer Thomas Häberli. Auf seine unzufriedene Miene angesprochen, meinte der Ballwiler: «Wie schon in Thun haben wir wieder zu viele Chancen ungenutzt gelassen.»

Im vorletzten Match im Berner Oberland war Luzern deswegen nicht über ein 1:1 hinausgekommen, gestern reichte es im Wallis zu nicht mehr als eben diesem 2:2. Häberli musste dann aber hinzufügen, «dass ein Punkt im Tourbillon am Schluss nicht schlecht ist». Für die Luzerner ist es im vierten Direktvergleich mit Sion endlich erstmals etwas Zähl­bares, davor hatte es drei Niederlagen für das damals noch von René Weiler ­gecoachte Team gegeben.

Und wenn man sich den Spielverlauf noch einmal vor Augen führt, ist das gestrige Remis noch wertvoller, denn schon nach zehn Sekunden (!) lagen die Gäste durch ein Tor von Ermir Lenjani mit 0:1 im Rückstand. Die Luzerner zeigten aber Moral, spielten unbeeindruckt weiter – und bereits in der 9. Minute wurden sie mit dem 1:1 durch Vargas belohnt. Vorausgegangen war eine Bilderbuchkombination über Idriz Voca, Schwegler und Schürpf. Mindestens ebenso attraktiv war das Tor zur 2:1-Führung durch Blessing Eleke (63.). Der Nigerianer schoss den Ball mit seinem Absatz nach einem Corner von Schneuwly scharf und platziert ins Netz.

Allerdings währte die Freude über die Führung nicht lange. Nur eine Minute später spedierte der 1,98 Meter grosse lettische Mittelstürmer Roberts Uldrikis eine Flanke Lenjanis mit dem Kopf zum 2:2-Endstand ins Luzerner Tor.

Bereits am Mittwoch (18.45 Uhr) folgt für den FCL das Nachtragsspiel zu Hause gegen Leader YB.

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