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Gemeinderat Kriens kämpft für Spange Nord

Seit Jahren setzt sich Kriens für eine Einhausung der künftigen Bypass-Autobahn ein. Zur umstrittenen Spange Nord hingegen hat sich der Gemeinderat bisher nicht geäussert. Doch nun spricht er Klartext: Er befürwortet die Spange Nord.
Robert Knobel

Der Luzerner Stadtrat sorgte vor einigen Monaten für Aufsehen, indem er sich offiziell gegen das Strassenprojekt Spange Nord aussprach. Damit stellte er sich in Opposition zu den Plänen von Bund und Kanton, welche die Nordzufahrt als unverzichtbaren Bestandteil der neuen Autobahn-Umfahrung Bypass betrachten. Nun ist klar: Mit seiner Haltung stösst der Stadtrat auch in Kriens auf Widerspruch. Dort hatte man sich bisher zwar nicht gross für die Spange Nord interessiert, weil der Fokus vor allem dem neuen Bypass-Tunnelportal galt. Gemeinderat und sämtliche Ortsparteien kämpften für eine möglichst vollständige Überdachung der Autobahn.

Doch jetzt äussert sich der Gemeinderat erstmals auch zur Spange Nord: Man habe zwar Verständnis für die Skepsis in der Stadt Luzern, «doch für den Gemeinderat stellt die Spange Nord ein zentrales Element im Gesamtsystem Bypass Luzern dar. Daher ist der Bypass nur gemeinsam mit der Spange Nord ein gangbarer Weg.» Das schreibt der Krienser Gemeinderat im aktuellen «Planungsbericht Bypass Luzern» zuhanden des Einwohnerrats.

Eine Entkoppelung von Spange und Bypass, wie das der Stadtrat fordert, sei für Kriens «nicht akzeptabel». Denn: «Würde nur der Bypass gebaut, hätte Kriens fast ausschliesslich die Nachteile zu schlucken, könnte aber nicht von dessen Vorteilen profitieren», sagt Gemeindepräsident Cyrill Wiget (Grüne). Als Hauptvorteil für Kriens galt bisher immer die durchgehende Busspur zwischen Kupferhammer und Luzernerhof, die dank der Verkehrsentlastung der Innenstadt möglich würde. Doch ohne Spange Nord wäre die Entlastungswirkung möglicherweise ungenügend - und die Busspur liesse weiter auf sich warten, so die Befürchtung in Kriens.

Kriens vertraut nicht auf rückläufige Verkehrszahlen

Zwar hatte auch die Stadt Luzern ein grosses Interesse an einer durchgehenden Busspur in der Innenstadt signalisiert. Doch die Vorteile einer Busspur wiegen die Eingriffe in die Wohnquartiere durch die Spange Nord nicht auf, findet der Stadtrat. Dieser ist zudem der Meinung, dass eine Umfahrung der Innenstadt weniger dringend geworden sei, da die Verkehrsfrequenzen ohnehin rückläufig seien. Diese positive Tendenz anerkennt man zwar auch in Kriens. Dennoch mag man nicht darauf vertrauen, dass der Verkehr in der Innenstadt auch künftig weiter zurückgeht. Deshalb besteht der Gemeinderat auf der Realisierung der durchgehenden Busspur. Diese habe für Kriens einen «hohen Stellenwert», daher gelte es diese «gemeinsam mit der Stadt Luzern einzufordern».

Autobahn-Überdachung: Kriens soll zahlen

Im Planungsbericht Bypass Luzern äussert sich der Krienser Gemeinderat auch zum umstrittenen Tunnelportal der neuen Autobahnumfahrung. Man habe dank der gemeinsamen Arbeitsgruppe mit Kanton und Bund schon viele Verbesserungen erreicht, indem ein grosser Teil der heutigen Autobahn zwischen Sonnenberg und Schlund überdacht werden soll. Der Gemeinderat nimmt aber «zur Kenntnis, dass eine vollständige Einhausung nicht realistisch ist». Zudem kritisiert er die Haltung des Bundes, wonach Grundeigentümer und Gemeinde allfällige weitere Überdachungen selber bezahlen sollen. Letztendlich sei der Gemeinderat aber «bereit, einen substanziellen Beitrag an die Umsetzung der zusätzlichen Einhausung zu leisten, obwohl der Bund Eigentümer der Einhausung sein wird.»

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