Giftstoff in Schulhaus in Ebikon entdeckt

Im Ebikoner Primarschulhaus Höfli wurde ein zu hoher Wert des Giftstoffes Naphthalin nachgewiesen. Die Schulkinder sollen ab Herbst in ein Provisorium umziehen.

Drucken
Teilen

Die gemessene Menge des Giftes liege um das 21-fache über dem zugelassenen Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation WHO. Der Stoff ist gesundheitsschädlich und umweltgefährlich.

Der Gemeinderat Ebikon hält die Situation für wenig bedenklich. Der Giftwert liege «weit unter dem Arbeitsplatz-Grenzwert in der Schweiz», sagt Alex Mathis, Geschäftsführer der Gemeinde Ebikon zu «Blick». Für Kinder gilt dieser Wert hingegen nicht.

Im Herbst sollen die Kinder in ein Provisorium umziehen. Die Gemeinde hat als Sofortmassnahme Lüftungsanlagen installiert. Laut Messungen habe man so die Giftbelastung reduzieren können. Im «Blick»-Bericht steht hingegen, dass es selbst Lehrer nicht in den Klassenzimmern aushalten. Der Unterricht würde in den Gängen stattfinden.

Naphthalin

Der gesundheitsschädliche und umweltgefährliche Stoff wurde in den 60er- und 70er-Jahren im Bau verwendet. Die unmittelbaren Folgen von Naphthalin können Übelkeit, Entzündungen der Schleimhäute, Verwirrtheit und Atemwegsprobleme sein.

zfo