In Meggen entsteht die neue Wohnüberbauung «Grace»

Das Immobilienunternehmen Mobimo hat schräg gegenüber der Magdalenenkirche den Grundstein für 30 Eigentumswohnungen gelegt – 13 davon sollen schon reserviert sein.

Roman Hodel
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«Traumhafter Ausblick», «an idyllischer Lage»: Wenn es ums Verkaufen von Wohnungen geht, lassen Immobilienvermarkter nichts aus. Das gilt erst recht, wenn sich das Objekt im steuergünstigen Meggen befindet. Im Fall der künftigen Mobimo-Überbauung «Grace» ist das mit dem Ausblick sicher richtig – notabene auf den See und in die Berge, wie diese Visualisierung zeigt:

Visualisierung: PD/Mobimo

Über die «idyllische Lage» kann man sich streiten. Denn die viel befahrene Hauptstrasse Küssnacht-Luzern führt südlich am Grundstück vorbei. Dieses befindet sich am Dorfausgang Richtung Merlischachen, schräg gegenüber der Magdalenenkirche.

«Grace» heisst auf Englisch Gnade, aber auch Grazie. Laut Feyza Ciritoglu, Leiterin Vermarktung bei Mobimo, hat man beim Benennen an Letzteres gedacht.

Damit die 30 Eigentumswohnungen an dieser Hanglage nicht zu nahe an der Strasse stehen, ist den drei vierstöckigen Wohnhäusern ein eingeschossiger Gebäuderiegel vorgelagert:

Visualisierung: PD/Mobimo

Dieser enthält Gewerbeflächen und auf dem Dach private Terrassen. Entworfen wurde die Siedlung von Scheitlin Syfrig aus Luzern. Die Architekten haben 2017 einen Studienwettbewerb gewonnen, bei dem laut einer Mitteilung von Mobimo fünf «namhafte» Architekturbüros teilgenommen haben. Scheitlin Syfrig und Mobimo haben bereits bei der Krienser Mattenhof-Überbauung zusammengespannt. Diese wurde im vergangenen Jahr bezogen.

Preisspanne: 800'000 bis 1,95 Millionen Franken

Von den 30 Wohnungen sind gemäss Website bereits 13 reserviert. Sie zählen zwischen 2,5 und 5,5 Zimmer, kosten 800'000 bis 1,95 Millionen Franken und werden in der Verkaufsdokumentation mit Blick auf die «edlen Materialien» und den «hochwertigen Ausbau» als «exklusiv» beschrieben.

Ebenfalls bereits reserviert sind die Gewerbeflächen, von zwei Privatpersonen. Angaben zur Branche konnte Feyza Ciritoglu noch nicht machen. Nur so viel: «Es wird wohl eine gemischte Nutzung mit Schwerpunkt Büro geben.»

Noch wirkt sich die Coronakrise kaum auf die Vermarktung der Siedlung Grace aus, wie Ciritoglu sagt:

«Der Entscheid der Interessenten, eine Eigentumswohnung zu kaufen, fiel in der Regel vor der Krise und wurde durch die Krise nicht in Frage gestellt.»

Sie spüre einzig die übliche Dynamik. Will heissen: Ein Schub von Käufern am Anfang, dann eine Pause und dann wohl wieder ein Schub, wenn die Musterwohnung bereit ist.

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