In Uri sollen Absprachen verhindert werden

Die Öffentliche Hand vergibt im Kanton Uri jährlich Beträge in Millionenhöhe an private Unternehmen und einheimische Firmen. An zwei Infoveranstaltungen wurde nun über Absprachen in Submissionsverfahren gesprochen. Gemeinden und Unternehmen sind an Bord.

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Absprachen im Baugewerbe können schädlich sein.

Absprachen im Baugewerbe können schädlich sein.

Florian Arnold (Altdorf, Februar 2019) 

(zf) Die Öffentliche Hand vergibt im Kanton Uri jährlich Beträge in Millionenhöhe an private Unternehmen und einheimische Firmen. Die Vergabe von öffentlichen Aufträgen ist im Kanton Uri durch die Submissionsverordnung geregelt. «Sie soll eine faire Vergabe ermöglichen und damit den wirtschaftlichen Einsatz öffentlicher Gelder fördern» schreibt die Baudirektion Uri in einer Mitteilung.

Gemeinden und Unternehmen mit an Bord

Im öffentlichen Beschaffungswesen sei die Bekämpfung von Angebotsabsprachen der Unternehmen ein aktuelles Thema. Vergangene Woche fanden im Kanton Uri zwei Infoveranstaltungen dazu statt. Vertreterinnen und Vertreter des Kantons, der Gemeinden und diverser grösserer Urner Unternehmen liessen sich aus erster Hand informieren, wie Absprachen verhindert werden können.

«Absprachen schaden»

Als Referenten konnten die Fachleute der Wettbewerbskommission (Weko) gewonnen werden. Sie zeigten auf, auf was zu achten ist und welche Folgen Absprachen haben können. «Submissionsabsprachen sind in mehrfacher Hinsicht schädlich: Sie schwächen den Wettbewerb zwischen den Anbietern, führen zu höheren Preisen und halten ineffiziente Marktstrukturen aufrecht», so die Baudirektion. «Damit schädigen sie Private und die öffentliche Hand beziehungsweise die Steuerzahler durch überhöhte Preise bei der Beschaffung von Waren, Dienstleistungen und Bauten.» An den Infoveranstaltungen wurde aufgezeigt, welche praxistauglichen Massnahmen respektive Vorkehrungen von der öffentlichen Hand getroffen werden können.