Nach sechsjährigem Unterbruch: Das Gasthaus Hirschen in Buttisholz erwacht zu neuem Leben

Seit 2014 ist die Küche des Gasthauses Hirschen stillgelegt. Nun ist klar: Im Oktober öffnet das Restaurant wieder. Das neue Pächterpaar Doris und Enis Potoku hat langjährige Erfahrung in der hiesigen Gastronomie.

Pascal Studer
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Das neue Pächterpaar: Doris (links) und Enis Potoku vor dem «Hirschen».

Das neue Pächterpaar: Doris (links) und Enis Potoku vor dem «Hirschen».

Bild: PD

Am 1. Oktober ist es endlich so weit: Das Gasthaus Hirschen im Buttisholzer Dorfzentrum öffnet nach sechs Jahren wieder seine Pforten. Dies teilt der Verwaltungsrat der Gasthaus Hirschen AG am Mittwoch mit. Auch die Aktionäre unterstützen den Entscheid. Verwaltungsrat Thomas Tschuppert sagt stellvertretend:

«Wir freuen uns sehr, dass wieder Leben einkehrt.»

Insgesamt 15 Parteien wollten die neuen Pächter des «Hirschen» werden. Fünf Bewerbungen kamen gemäss Verwaltungsrat in die engere Auswahl. Siegreich aus dem Bewerbungsverfahren, das auf Grund der Coronapandemie für zwei Monate unterbrochen wurde, gingen Doris und Enis Potoku hervor. Verwaltungsrats-Präsident Andreas Bucher begründet die Entscheidung wie folgt: «Insbesondere ihre Erfahrung hat uns überzeugt.» Die beiden sind nämlich bereits langjährig in der Gastronomiebranche tätig. Zuletzt führte das Wirtepaar das Restaurant Mühle in Nottwil. Doris Potoku sagt: «Nach acht Jahren hatten wir Lust aus etwas Neues.»

Der «Hirschen» hat eine polarisierende Vorgeschichte

Nachdem die Verhandlungen mit der Gemeinde bezüglich des ausgearbeiteten Gastrokonzeptes scheiterte, begann die Gasthaus Hirschen AG vergangenen November mit der Suche nach einer neuen Pächterin oder einem neuen Pächter. Als Hauptgrund gaben die Initianten damals an, dass keine Einigung über ein benachbartes Grundstück im Hirschenareal erzielt werden konnte. Weil lokale Investorinnen und Investoren, die im Rahmen des Gastrokonzepts eine Schlüsselrolle eingenommen hatten, gewisse Sicherheiten eingefordert hatten, musste daher die eingeschlagene Strategie geändert werden.

In der Folge traten mit der CVP-Kantonsrätin Helen Affentranger-Aregger und dem SVP-Politiker Roland Bühler zwei von drei Verwaltungsratsmitgliedern der Gasthaus Hirschen AG zurück. Übrig blieb Verwaltungsrats-Präsident Andreas Bucher. Heute betont er:

«Die Gasthaus Hirschen AG war immer handlungsfähig.»

Seit vergangenem Februar ist der Verwaltungsrat wieder komplett. Die beiden Aktionäre – die GAB Genossenschaft hält zwei Drittel des Aktienvolumens, die übrigen Aktien die Gemeinde Buttisholz – hatten die damals 27-jährige Innenarchitektin Jeannine Müller und CVP-Politiker Thomas Tschuppert in das Gremium gewählt. Müller sagt zu dem neuen Pächterpaar: «Doris und Enis Potoku bringen Erfahrung, Motivation und viele Ideen mit. Es ist toll, dass wir nun endlich wieder die Türen des ‹Hirschen› öffnen können.»

Gartenwirtschaft wird aufgewertet

Auch das Wirtepaar ist sich über die Geschichte des «Hirschens» bewusst. Doris Potoku sagt: «Wir wissen, dass die Leute beim ‹Hirschen› besonders genau hinschauen werden.» Umso wichtiger sei es, dass sie ihre Gäste von Beginn an mit Gastfreundlichkeit und Qualität überzeugen. Doch welche Kulinarik erwartet die Lokalbesucher? Potoku verspricht:

«Die Gäste können sich auf eine vielfältige Karte freuen.»

So soll die Küche einerseits gut bürgerlich, andererseits auch «italienisch angehaucht» sein. Zudem wollen die neuen Betreiber regelmässig saisonale Spezialitäten anbieten. «Ob Wild oder Spargeln – wir legen Wert auf frische und saisonale Produkte», sagt Potoku.

Auch baulich soll der «Hirschen» aufgewertet werden. So ist geplant, dass bis zur Wiedereröffnung im kommenden Herbst die Gartenwirtschaft verschönert wird. Andreas Bucher sagt: «Noch stehen die Pläne nicht im Detail. Aber die neue Gartenwirtschaft soll attraktiv und einladend werden.» Denkbar sei zum Beispiel ein kleiner Kiesplatz oder ein Grill für besondere kulinarische Anlässe. Auch die Bepflanzung und das allgemeine Ambiente sollen aufgefrischt werden. Zudem gibt es Gratis-Ladestationen für E-Bikes. Diese finanziert die GAB Genossenschaft.

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