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Olympia-Kandidatur "Sion 2026" gescheitert

Die Olympia-Kandidatur "Sion 2026" ist gescheitert. Die Stimmberechtigten des Kantons Wallis haben den 100-Millionen-Kredit abgelehnt.
Die Kampagne der Befürworter von "Sion 2026" hat das Walliser Stimmvolk nicht überzeugt. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Die Kampagne der Befürworter von "Sion 2026" hat das Walliser Stimmvolk nicht überzeugt. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

(sda)

Zwar fehlten noch die Abstimmungsresultate von zwei kleineren Gemeinden. Sie können das Endergebnis aber nicht mehr entscheidend beeinflussen.

Der Nein-Stimmenanteil lag bei knapp 54 Prozent. Einzig im Oberwallis fand der Kredit Zustimmung, wobei der Hauptort Brig ebenfalls Nein sagte. Die Kantonshauptstadt Sitten lehnte den Kredit mit 61 Prozent Nein-Stimmen ab. Die Stimmbeteiligung betrug 62,5 Prozent.

Die Tourismus- und Gastronomieverbände haben sich enttäuscht über das Nein des Kantons Wallis zur Olympiakandidatur "Sion 2026" geäussert. Ohne Rückhalt der Host-City dürfte das Projekt höchstwahrscheinlich vom Tisch sein.

Die Enttäuschung der letzten zwei Kandidaturen habe offensichtlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen und einem dritten Misserfolg wollten die Walliser nicht riskieren, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung des Schweizer Tourismus-Verbandes, von hotelleriesuisse, GastroSuisse, den Seilbahnen Schweiz und dem Verband öffentlicher Verkehr.

Aus touristischer und volkswirtschaftlicher Sicht wäre die Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele eine grosse Chance nicht nur für die Austragungskantone, sondern für die ganze Schweiz gewesen, heisst es weiter. Schätzungen zufolge hätten die Spiele zwischen 1,5 bis 2,4 Millionen zusätzliche Übernachtungen, etwa 6000 Arbeitsplätze und einen Gesamtumsatz von rund fünf Milliarden Franken generiert.

Von den vorgesehenen Investitionen in die bestehende Infrastruktur hätten die Wintersportorte nachhaltig profitiert, ohne Gefahr zu laufen, dass Unverhältnismässigkeit und Grössenwahn die Oberhand gewonnen hätten.

Abgesehen vom volkswirtschaftlichen Nutzen hätten die Olympischen und Paralympischen Winterspiele auch einen indirekten, nachhaltigen Mehrwert mit sich gebracht: die Begeisterung für den Wintersport. Die Tourismus-Verbände seien enttäuscht über die verpasste Chance, würden sich nun aber umso mehr für den alpinen Tourismus einsetzen.

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