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Surf-Szene der anderen Art: Die Indoor-Welle in Ebikon wurde eröffnet

Die erste stehende Indoor-Surfwelle der Schweiz ist seit gestern geöffnet. Das ganze Jahr durch können Surfenthusiasten wie auch -anfänger von nun an in der Mall of Switzerland auf der bis 140 Zentimeter hohen Welle reiten.
Lucien Rahm
Die stehende Welle in der «Mall» soll Firmen wie auch Surfer aus Deutschland oder Österreich anlocken. (Bild: Keystone/Urs Flueeler, Ebikon 12. September 2018)

Die stehende Welle in der «Mall» soll Firmen wie auch Surfer aus Deutschland oder Österreich anlocken. (Bild: Keystone/Urs Flueeler, Ebikon 12. September 2018)

Die erste stehende Indoor-Surfwelle der Schweiz ist seit gestern geöffnet. Das ganze Jahr durch können Surfenthusiasten wie auch -anfänger von nun an auf der 80 bis 140 Zentimeter hohen Welle reiten. Am gestrigen Eröffnungstag sei das Surfangebot bis am Nachmittag bereits völlig ausgelastet gewesen, sagt Kim Grenacher, Mediensprecherin der Betreiberfirma Oana, auf Anfrage.

Dereinst sollen 150 Surfer pro Tag den Weg ins Freizeitgebäude der Mall of Switzerland finden. Sprach der Oana-Geschäftsleiter in unserer gestrigen Ausgabe noch von rund 200 Surfern pro Tag, relativiert Grenacher zumindest die in den ersten Monaten angepeilte Zahl. «Wir rechnen in der Startphase mit rund 100 Surfern täglich.» 45 Minuten dauert eine Surfsession. Dabei können bis zu zehn Personen gleichzeitig zum Becken hinabsteigen. Im zugehörigen Restaurant und Shop werden 200 weitere Besucher pro Tag erwartet.

Die einzige Welle im Winter

Die Amateurquote unter den Surfern wird bis zu 90 Prozent betragen, schätzt Grenacher. Denn die Anlage sei vor allem für Anfänger geeignet. Dennoch ist das neue Angebot auch für Intensivsurfer von grossem Interesse. «Die Welle bietet uns super Trainingsbedingungen», sagt Dario Huber. Der langjährige Wellenreiter präsidiert seit kurzem den Surfer-Verein Flusswelle Luzern. Die 2013 gegründete Vereinigung verfolgt das Ziel, eine stehende Welle in der Reuss in Buchrain zu errichten – bislang ohne Erfolg. Über das neue Angebot in der «Mall» sei man daher sehr froh.

Im Winter werde die «Mall»-Welle die einzige Surfmöglichkeit in der Schweiz sein. Wellenreitern stehen ansonsten zum Beispiel Flusswellen in Bremgarten und Thun sowie ein Surfbecken in Zürich zur Verfügung. In den Wintermonaten werden diese jedoch nicht betrieben.

Mit dem Angebot in Ebikon könne man sich in dieser Zeit teure Reisen ans Meer sparen, sagt Huber. Mit seinem Verein, der vor seiner kürzlichen Reorganisation ungefähr 80 Mitglieder zählte, ist Huber auch selbst bei der «Mall»-Welle involviert. Zusammen mit Oana wird der Verein monatlich einen Surf-Event in der Halle organisieren. Die stehende Welle soll zudem Treffpunkt des Vereins werden – und allenfalls sogar Surfer aus Süddeutschland, Österreich oder Italien anlocken.

Preise sind «etwas teuer»

Die Zusammenarbeit zwischen Oana und dem Verein sei für beide Seiten vorteilhaft. «Oana gelangt schneller an lokale Surfer und unser Verein profitiert von einem direkteren Zugang zur Welle», sagt Dario Huber. Geplant seien auch Vergünstigungen für Vereinsmitglieder. Solche wären für Huber wünschenswert. «Wenn ich einmal pro Woche surfen gehen möchte, kommt mich das bei den aktuellen Preisen schon etwas teuer.» Grundsätzlich hält Huber die Preise – je nach Tag und Uhrzeit betragen sie 48 bis 58 Franken für 45 Minuten – jedoch für legitim. Anders als im Meer erhalte man eine permanente Welle.

Die Höhe der Preise berechne sich vor allem aufgrund der Betriebskosten, sagt Oana-Mediensprecherin Kim Grenacher. «Bei sieben Teilnehmern pro 45 Minuten können wir unsere Ausgaben decken.» Darunter fallen Raummiete, Personalaufwand sowie die Stromkosten für den Betrieb. Beim Energiebedarf setzt die Oana auf Strom aus Schweizer Wasserkraftwerken. «Dadurch ist er etwas teurer, aber auch umweltfreundlicher.» Der genaue Bedarf lasse sich derzeit noch nicht beziffern. Die 800000 Liter Wasser werden mit Aktivsauerstoff gereinigt. In den ersten zwei bis drei Jahren soll das Wasser einmal jährlich ausgewechselt werden.

Dass die 100 Surfer pro Tag erreicht werden können, hält Dario Huber für ambitioniert. Hierfür müssten alle zehn Surfeinheiten, die pro Tag angeboten werden, vollständig ausgebucht sein. «An guten Wochenenden kann ich mir das vorstellen. Unter der Woche sehe ich das aber eher nicht.» Grenacher hofft dabei auch auf neugierige «Mall»-Besucher oder Firmen. «Statt Kartfahren zu gehen, könnte ein Geschäftsausflug auch ins Surfbecken führen.» Hierfür steht eine individuell einrichtbare Event-Location zur Verfügung.

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