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Universität Luzern schafft Einrichtung in Uri

Das universitäre Institut mit dem Namen «Kulturen der Alpen» wird in Zusammenarbeit mit der Universität Luzern ab kommendem Jahr geführt. Vorerst bis 2022 forschen in Altdorf Professoren und Doktoranden der Uni Luzern fächerübergreifend. Uri beteiligt sich in der Startphase mit 100'000 Franken pro Jahr am Institut.
Bruno Arnold
Uni-Rektor Bruno Staffelbach, der Urner Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg und Prof. Dr. Boris Previšić (von links) anlässlich der Ankündigung des Instituts «Kulturen der Alpen». (Bild: PD)

Uni-Rektor Bruno Staffelbach, der Urner Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg und Prof. Dr. Boris Previšić (von links) anlässlich der Ankündigung des Instituts «Kulturen der Alpen». (Bild: PD)

Uri erhält ein universitäres Forschungsinstitut. Das Institut mit dem Namen «Kulturen der Alpen» wird in Zusammenarbeit mit der Universität Luzern geführt. Sein Betrieb ist vorerst auf die Jahre 2019 bis 2022 beschränkt. Boris Previšić Mongelli, Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft an der Uni Luzern, wird für den Aufbau verantwortlich sein. Unterstützt wird er von zwei weiteren Professoren. Ab Mitte 2019 sollen in Altdorf Doktoranden ihre wissenschaftliche Tätigkeit aufnehmen.

Der Urner Bildungsdirektor Beat Jörg sowie der Rektor der Uni Luzern, Bruno Staffelbach, und Boris Previšiċ Mongelli stellten das Projekt gestern in Altdorf den Medien im Detail vor. «Wir verfolgen das klare Ziel, das Projekt nach 2022 definitiv weiterzuführen», betonte Jörg. Damit werde das im Regierungsprogramm 2016 bis 2020+ gesetzte Ziel für die «physische Präsenz eines Bildungs- beziehungsweise Forschungsinstituts aus dem Hochschulbereich» erreicht. «Mit einem gezielt interdisziplinär ausgerichteten Forschungsinstitut erschliesst der Kanton Uri ein breites Forschungsfeld, das die Zukunft des Kantons aktiv mitformen kann», so Jörg.

Standort Uri bietet sich geradezu an

«Die Pflege des historisch-kulturellen Erbes und die Kultur und Sozialkontakte Richtung Süden sind ein Forschungsgebiet, das sich geradezu für das neue Institut anbietet», hielt Previšić Mongelli zu den Forschungsschwerpunkten fest. «Dank der interdisziplinären Ausrichtung können wir aber auch weitere Gebiete abdecken.» Als konkrete Beispiele erwähnte er gestern die historische Argumentation für angemessene Wasserzinsen, Forschungen zur touristischen Ausrichtung oder zu gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft.

Für die Universität Luzern generiert das Institut Kulturen der Alpen zusätzliche Attraktivität auf nationaler und internationaler Ebene. Dank dieses zusätzlichen Synergieeffekts können die meisten Forschungsprojekte von Dritten finanziert werden. Der Kanton Uri übernimmt hauptsächlich die Kosten für Institutsräumlichkeiten, Institutsleitung und Sekretariat. Jörg rechnet für die Startphase 2019–2022 mit jährlichen Kosten von rund 100000 Franken. «Wird das Institut nachher definitiv weitergeführt, dürften diese auf rund 300000 Franken steigen», sagte der Bildungsdirektor.

Erstes Projekt ist historisch und literarisch ausgerichtet

Das Institut will fächerübergreifend forschen. Ein erstes Projekt, das vom Nationalfonds unterstützt wird, ist historisch und literarisch ausgerichtet und heisst «Gebirgskrieg und Réduit in der Literatur». Während der Startphase wird mit sechs bis neun Forschungsarbeiten gerechnet.

Auch wenn das Institut von Luzerner Professoren geleitet wird, soll es organisatorisch eine eigene, unabhängige Einheit bilden. Der Kanton Uri und die Universität Luzern werden ein paritätisch besetztes Aufsichtsgremium installieren.

Das Urner Institut passe von seiner inhaltlichen Ausrichtung her «massgeschneidert ins Profil der Universität Luzern», meinte Rektor Bruno Staffelbach. «Das Institut in Altdorf kann so vom Resonanzraum aller Fakultäten profitieren, und Uri kann sich über den Knoten Uni Luzern mit dem humanwissenschaftlichen Wissen dieser Welt vernetzen.»

Weitere Kooperationen nicht ausgeschlossen

Mit dem Institut in Altdorf geht die Uni Luzern erstmals eine Kooperation mit einem andern Kanton ein. «Uri ist damit ein wichtiger Wegbereiter für weitere Kooperationen», sagte Staffelbach. Solche könnte er sich zum Beispiel im Rahmen des Joint-Masters Medizin mit dem Aufbau des Bildungsnetzwerks Zentralschweiz für Medizin vorstellen, bei dem das Kantonsspital Uri einbezogen werden kann.

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