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Wegen Axensperrung: SVP Uri reicht Interpellation ein

Die acht Wochen andauernde Sperrung der Axenstrasse wirft bei der SVP Uri Fragen auf. Die Landratsfraktion wird daher an der nächsten Session eine Interpellation einreichen. Diese bezieht sich insbesondere auf die Frage von Blöchlinger, was der Regierungsrat für einen sicheren Ausbau der Strecke Sisikon–Flüelen unternimmt und was er an seiner Strategie für eine sichere Erschliessung von Uri Richtung Norden ändern will.
Dieses Bild wird man nun für längere Zeit antreffen: Der Axen ist ab dem Kreisel Flüelen gesperrt. (Bild: Florian Arnold, 31. Juli 2019)

Dieses Bild wird man nun für längere Zeit antreffen: Der Axen ist ab dem Kreisel Flüelen gesperrt. (Bild: Florian Arnold, 31. Juli 2019)

(pd/eca) Nachdem verkündet wurde, dass die Axenstrasse wegen des Felssturzes vom Sonntag für acht Wochen gesperrt bleibt, meldete sich die Geschäftsleitung (GL) der SVP Uri zu Wort. In einer Mitteilung bezieht sie sich auf die Antwort der Urner Regierung vom 2. Juli auf die Kleine Anfrage des SVP-Landrats Pascal Blöchlinger zum Stand des Projekts «Neue Axenstrasse». Darin führe der Regierungsrat die Aktivitäten ab den Siebzigerjahren auf und spreche einer weitsichtigen Planung. Dass sich der Regierungsrat mit Aktivitäten seiner Vor-Vorgänger schmücken müsse, bestätige gemäss Mitteilung der SVP-GL den Vorwurf von Blöchlinger:

«Der Regierungsrat hat seit einigen Jahren nicht nur nichts gemacht, er hat nicht mal die Problematik erkannt. Ihm scheint der wirtschaftliche Blick bei der Erschliessung Uris völlig abhandengekommen zu sein.»

Die SVP-Landratsfraktion werde daher an der nächsten Session eine Interpellation einreichen. Diese beziehe sich insbesondere auf die Frage von Blöchlinger, was der Regierungsrat für einen sicheren Ausbau der Strecke Sisikon–Flüelen unternehme und was er an seiner Strategie für eine sichere Erschliessung von Uri Richtung Norden ändern will.

Umwege für Urner Wirtschaft unhaltbar

Für die Urner Wirtschaft und die Pendler bedeute die acht Wochen dauernde Strassensperrung, 1 Stunde zusätzlich für Umwege in Kauf nehmen zu müssen. «Dies für Fahrten in den Raum Schwyz, die normalerweise nur 15 Minuten beanspruchen.» Wer in den Wirtschaftsraum Nord-Ost müsse, habe zusätzlich zur Stausituation in Luzern noch den gesperrten Hirzel zu umfahren. «Für die Urner Wirtschaft, die ohnehin mit niedrigen Preisen und der nicht gerade zentralen Lage zu kämpfen hat, keine haltbare Situation», findet die SVP-GL – und wirft die Frage auf: Wie will der Regierungsrat Gewerbe nach Uri locken, wenn gleichzeitig deren Erschliessung in ganze Landesteile nicht gewährleistet werden kann? Und weiter schreibt die SVP-GL dazu:

«Da helfen auch 55 Millionen Franken teure Repräsentationsgebäude am Bahnhofplatz 1 in Altdorf nichts.»

Auch frage sich, was die Regierung für die Zeit der Sperrung unternehmen werde, um eine Durchfahrt für Einheimische beschränkt zu gewähren. Das Gebiet solle laut Astra elektronisch überwacht werden. «Und wenn sich in den Medien Mitarbeiter vor dem mannsgrossen Felsbrocken ablichten lassen können, so sind sicher auch vereinzelt Durchfahrten verantwortbar», so die SVP-GL.

Lösung muss auf nationaler Ebene diskutiert werden

Dem Astra als Betreiber der Axenstrasse müsse aufgezeigt werden, wie unhaltbar nur schon tagelange Sperrungen für die Urner Wirtschaft seien. Und der Regierungsrat sollte sich endlich der mangelnden Erschliessung Uris mit einer von Naturkräften dauernd bedrohten Strassenverbindung bewusst werden, schreibt die SVP-GL weiter. Die Axenstrasse sei auch zwischen Sisikon und Flüelen keine sichere Verbindung, weder für die Wirtschaft noch für den Menschen unterwegs.

Jetzt seien Taten gefordert. «Wie soll auf nationaler Ebene diese mangelhafte Erschliessung Uris erkannt werden, wenn es nicht mal der Urner Regierungsrat tut!» Das Projekt «Neue Axenstrasse» zeige auf, wie viel Zeit solche Pläne von der Idee bis zur Umsetzung beanspruchen und wie linke und grüne Organisationen diese blockieren können. Für eine Lösung müsse die nationale Politik auf die Problematik aufmerksam gemacht werden. Dabei könnte man laut SVP-GL mit der Unterstützung Luzerns rechnen, da ein sinnvoller Ausbau am Axen auch die Luzerner Agglomeration vom Verkehr aus Nord-Ost entlasten würde.

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