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Operation Libero unterstützt drei Luzerner Nationalratskandidaten

Zwei Mitte-Frauen und ein Grünliberaler Mann verkörpern die Offenheit des Kantons Luzern, findet die Bewegung Operation Libero. Sie unterstützt Karin Stadelmann (CVP), Anne-Sophie Morand (FDP) und Roland Fischer (GLP) im Nationalratswahlkampf.
Lukas Nussbaumer
Plakate von Operation Libero. (Bild: Anthony Anex/Keystone, Bern, 28. Juni 2019)

Plakate von Operation Libero. (Bild: Anthony Anex/Keystone, Bern, 28. Juni 2019)

Karin Stadelmann will für die CVP in den Nationalrat, Anne-Sophie Morand für die FDP, und Roland Fischer vertritt als Stände- und Nationalratsanwärter die Farben der GLP. Drei Kandidaten, drei Profile – aber eine Gemeinsamkeit: Alle Drei werden von Operation Libero unterstützt. Jenem Verein, der sich selber als neue politische Bewegung der Schweiz einschätzt, aber nicht Partei sein will (siehe Kasten am Ende des Textes).

Neben den drei Luzerner Politikern erhalten weitere 38 Nationalratskandidaten aus den sechs Parteien CVP, FDP, SP, Grüne, GLP und BDP in zwölf Kantonen Support. Geld fliesst keines. Operation Libero lanciert aber eine Kampagne für die gemeinsamen Inhalte, ist auf den sozialen Medien aktiv und organisiert Wahlveranstaltungen, so übermorgen Freitagabend im «Parterre» in Luzern.

Parteiübergreifend für Kompromisse einstehen

Laut Kommunikationschef Silvan Gisler sei die Möglichkeit, bei den Nationalratswahlen mit eigenen Listen anzutreten, schnell verworfen worden. «Wir wollen die Parteien nicht konkurrenzieren, sondern sehen uns als Ergänzung zu ihnen.»

Doch warum werden im Kanton Luzern ausgerechnet zwei Frauen von Mitte-Parteien und ein Grünliberaler Mann unterstützt? «Sie sind Persönlichkeiten, die parteiübergreifend für unsere fortschrittlichen Inhalte einstehen und kompromissbereit sind», begründet Silvan Gisler die Wahl.

Für fortschrittliche Inhalte und Kompromisse stehen – auch landesweit betrachtet – offenbar keine Mitglieder der SVP. Das muss laut Gisler nicht so bleiben:

«Wer unsere Inhalte teilt, ist willkommen, egal welcher Partei er angehört.»

Weil sich Operation Libero beispielsweise für das Rahmenabkommen mit der EU stark macht, die SVP dieses jedoch strikt ablehnt, dürften SVP-Mitglieder bei Operation Libero jedoch auch künftig fehlen. Und die Bewegung womöglich als politischen Gegner betrachten, gegen den es sich lohnt, so richtig fest zu mobilisieren?

Support vergleichbar mit Hilfe von Verbänden

Das glaubt Roland Fischer nicht. «Die Positionen von Operation Libero widersprechen dem Weltbild der SVP diametral. Ich verspreche mir von der Kampagne von Operation Libero eine bessere Wahrnehmung unserer liberalen Positionen. Das kann uns nur nützen», so der Präsident der Luzerner GLP. Operation-Libero-Mitglied Fischer wurde angefragt, ob er für die Kampagne zur Verfügung steht – und hat gerne zugesagt. Es handle sich um eine Unterstützung, die vergleichbar sei mit jener anderer Kandidaten durch Gewerkschaften oder Verbände.

Dass der GLP-Mann, die CVP-Vertreterin und die FDP-Frau als einzige der 254 Luzerner Nationalratskandidaten auf die Wahlhilfe von Operation Libero zählen können, steht noch nicht ganz fest. Der Verein will laut Kommunikationschef Silvan Gisler eine Web-Plattform aufschalten, auf der sich weitere Anwärter auf einen Sitz in Bundesbern für die Inhalte von Operation Libero aussprechen können.

Mehr Informationen unter www.wandelwahl.ch

Politische Bewegung mit Feindbild SVP

Der Verein Operation Libero will einen Umbruch in der Schweizer Politlandschaft und sieht sich selber als «die neue politische Bewegung der Schweiz». Seit dem Sieg gegen die Durchsetzungsinitiative der SVP hat Operation Libero fünf weitere Abstimmungen gegen die SVP gewonnen. Co-Präsidentin Flavia Kleiner sagte gegenüber unserer Zeitung, das Gedankengut von Christoph Blocher habe ausgedient (wir berichteten). Der Verein positioniert sich zu den Themen Europa, Klima, Migration, Digitalisierung, Gleichstellung, Wettbewerb und Generationenvertrag. (nus)

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