Strafverfahren wegen Anschlags in Tadschikistan eröffnet

Die schweizerische Bundesanwaltschaft (BA) hat nach dem tödlichen Angriff auf Velo-Touristen in Tadschikistan ein Strafverfahren eröffnet. Es geht um den Verdacht auf Mord, schwere Körperverletzung, Mitgliedschaft respektive Unterstützung einer kriminellen Organisation sowie auf Verletzung des Al-Kaida-Gesetzes, wie ein BA-Sprecher am Mittwoch bekanntgab. Das Verfahren richtet sich gegen Unbekannt.

Balz Bruppacher
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Es geht um den Verdacht auf Mord, schwere Körperverletzung, Mitgliedschaft respektive Unterstützung einer kriminellen Organisation sowie auf Verletzung des Al-Kaida-Gesetzes, wie ein BA-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage bekanntgab. Das Verfahren richtet sich gegen Unbekannt. Beim Strafverfahren handelt es sich um das übliche Vorgehen nach mutmasslichen Anschlägen, bei denen Schweizer Staatsbürger in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Am vergangenen Sonntag hatten die Täter eine Gruppe von Velo-Touristen auf der Pamir-Route in der Nähe der Grenze zu Afghanistan angegriffen und vier von ihnen getötet, darunter einen Schweizer. Eine Schweizerin wurde verletzt. Die Terrormiliz IS bekannte sich zum Anschlag. Das tadschikische Innenministerium machte eine verbotene Oppositionspartei für die Tat verantwortlich und gab bekannt, die Täter seien erschossen beziehungsweise festgenommen worden.

IS bekennt sich zu Anschlag in Tadschikistan

Bei einem Angriff auf Touristen in Tadschikistan sind am Sonntag ein Schweizer getötet und eine Schweizerin verletzt worden. Das bestätigte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Montag. Die IS-Miliz reklamierte das Attentat für sich.