Russland

1000 Festnahmen bei Strassenschlachten in Moskau

Hundertschaften der russischen Polizei haben im Stadtzentrum von Moskau bei Zusammenstössen zwischen Ultranationalisten und Kaukasiern rund 1000 Menschen festgenommen.

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Verhaftungen bei Protestmärschen in Moskau

Verhaftungen bei Protestmärschen in Moskau

Keystone

Am Kiewer Bahnhof in der russischen Hauptstadt sperrten die starken Sicherheitskräfte auch den Zugang zu einem der grössten Einkaufszentren sowie zur Metro. Unbeteiligte Passanten ergriffen mit Angstschreien die Flucht. Es kam zu teils dramatischen Szenen, als die Polizei versuchte, die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Aufgebrachte Jugendliche zogen mit Nebelkerzen und Feuerwerkskörpern durch die Strassen. "Russland für die Russen", "Moskau für die Russen", "Haut ab in den Kaukasus", skandierten hunderte junge Männer und Frauen.

Auch an anderen Stellen kam es zu Protestmärschen. Die Stimmung in Moskau ist seit Tagen extrem aufgeheizt, nachdem mutmassliche Täter aus dem Kaukasus einen russischen Fussballfan erschossen hatten.

Die Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen haben vor allem nach dem Zerfall der Sowjetunion zugenommen. Allerdings sind offene Auseinandersetzungen wie auch in den vergangenen Tagen ein Novum in Russland, wo sonst scharfe Demonstrationsverbote gelten.