Hamid Karzai
Afghanischer Präsident: Im Wahn, unter Medis, depressiv

Der amerikanische Journalist Bob Woodward hat recherchiert, dass der afghanische Präsident Hamid Karzai unter Wahnvorstellungen leidet und mahnisch-depressiv ist.

Christian Bütikofer
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In der Polit-Talkshow «Real Time» von Bill Maher enthüllte der amerikanische Journalist Bob Woodward, dass der afghanische Präsident Hamid Karzai offenbar psychisch schwer angeschlagen ist.

Woodward, der durch die Enthüllung der so genannten «Watergate»-Affäre 1972 weltbekannt wurde, recherchiert ein Buch über Barack Obama und seine verschiedenen Kriegsschauplätze, die er von George Bush erbte. Obama versucht zwar, die USA aus den Konflikten rauszuziehen. In Afghanistan dürften die Amerikaner für die Übergangsregierung aber aufs falsche Pferd setzen.

«Karzai hat Wahnvorstellungen»

Als in «Real Time» das Gespräch auf den Afghanistan-Konflikt kam, zeichnete Bob Woodward von Präsident Karzai ein verzweifeltes Bild. Karsai sei gemäss vertraulichen Dokumenten manisch-depressiv, er stehe regelmässig unter Medikamenten-Einfluss und leide oft unter Wahnvorstellungen und rede wirres Zeug.

Als Karzais Berater Wind von Woodwards Informationen bekamen, versuchten sie dessen Zustand schönzureden.

«Afghanistan ist ein kriminelles Syndikat»

Weiter führte Woodward aus, dass innerhalb des amerikanischen Militärs grosse Ernüchterung eingekehrt sei: Wenn die USA sich aus Afghanistan zurückziehen, dann hinterlasse man das Land einem kriminellen Syndikat. Das habe ihm der im Juli unter Getöse zurückgetretene für Afghanistan zuständige General David Petraeus persönlich gesagt, meinte Bob Woodward.

Die Administration Barack Obamas fragt sich je länger je mehr, ob sie mit Hamid Karazi den richtigen Vertreter gefunden haben, das Land nach der Invasion der USA in sichere Gewässer zu steuern.