Argentinien
Anarchie nach Polizei-Streik fordert einen Toten und über 200 Verletzte

Ausnahmezustand in der argentinischen Stadt Cordoba: Weil Polizisten streiken treiben Plünderer und Randalierer ihr Unwesen. Seit Dienstagabend sind zahlreiche Menschen verletzt und einer getötet worden.

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Auf der Suche nach Plünderern: Polizisten der Stadt Cordoba.
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Viele Anwohner wollten ihre Viertel mit selbstgemachten Barrikaden vor Plünderer schützen.
Ein privater Sicherheitsmann steht auf einer Barrikade vor einem Geschäft.
Nachdem der Streik der Polizisten beendet war, wollten sie «sämtliche Plünderer» dingfest machen.
Bei der Festnahme vermeintlicher Plünderer gehen die Polizisten nicht zimperlich vor.
Ein Polizist nimmt mutmassliche Plünderer fest.
Ein Mann schnappt sich, was er tragen kann.
Zwei Polizisten inspizieren einen geplünderten Laden.
Ein bewaffneter Ladenbesitzer steht ausserhalb seines geplünderten Geschäfts.
Nach Polizei-Streik bricht in der Argentinischen Stadt Cordoba Anarchie aus.

Auf der Suche nach Plünderern: Polizisten der Stadt Cordoba.

Keystone

Bei Plünderungen und Ausschreitungen ist in der argentinischen Stadt Córdoba eine Person erschossen worden. Über 200 Personen wurden bei den seit Dienstagabend andauernden Unruhen verletzt, wie lokale Medien am Mittwoch berichteten.

In der Stadt herrschte Ausnahmezustand, weil grosse Teile der Polizei im Streik getreten waren und die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war.

Die Polizisten beendeten nach Angaben der Regionalregierung am Mittwoch ihren Streik. Es gebe eine Einigung in der Gehaltsfrage, hiess es zur Begründung. Die Sicherheitskräfte würden nun alle Straftäter und Plünderer verfolgen.

Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen 20-Jährigen, wie ein Sprecher des Spitals San Roque der amtlichen Nachrichtenagentur Télam sagte. Die Plünderungen von Hunderten Geschäften und rund 50 Supermärkten in der mehr als 1,3 Millionen Einwohner zählenden Stadt Córdoba und Umgebung gingen auch am Mittwoch zunächst weiter.