ANKARA: Türkei zieht nach Anschlägen weniger Touristen an

Die von mehreren Anschlägen erschütterte Türkei hat 2015 deutliche Einbussen im Tourismusgeschäft hinnehmen müssen. Die Einnahmen sanken im vierten Quartal um rund 14 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar.

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Im Bild: Die Ortakoy-Moschee und die Bosporus-Brücke in der Türkei. (Bild: Keystone)

Im Bild: Die Ortakoy-Moschee und die Bosporus-Brücke in der Türkei. (Bild: Keystone)

Im Gesamtjahr 2015 ergab sich ein Rückgang um mehr als acht Prozent auf knapp 31,5 Milliarden Dollar, wie das Statistikamt am Freitag mitteilte. Die Zahl der Besucher sank um im Vergleich zu 2014 um 1,6 Prozent.

In der Türkei war es im Jahresverlauf zu mehreren Anschlägen durch Extremisten gekommen. Im Juli wurden bei einem Attentat auf ein Jugendlager im Südosten des Landes mehr als dreissig Menschen getötet. Im Oktober forderte ein Anschlag auf eine Demonstration in der Hauptstadt Ankara um die hundert Todesopfer und mehrere hundert Verletzte.

Vor knapp zwei Wochen wurden bei einem Anschlag in einem touristischen Stadtteil in Istanbul mindestens elf Menschen getötet und Dutzende verletzt. Bei den Opfern handelte es sich vor allem um deutsche Touristen.

Das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) warnt vor Reisen in mehrere Provinzen im Südosten und Osten des Landes, insbesondere auch in die Grenzgebiete zu Syrien und Irak. Allgemein empfiehlt das EDA, wachsam und vorsichtig zu sein. Reisende sollten grössere Menschenansammlungen und Demonstrationen meiden sowie sich an die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte halten.

sda