Nach Cyber-Attacken

Aus den USA ausgewiesene russische Diplomaten sind wieder in Moskau

Die von den USA ausgewiesenen russischen Diplomaten sind in der Nacht zum Montag in Moskau eingetroffen. Das staatliche russische Fernsehen zeigte, wie die 35 Diplomaten und ihre Angehörigen in den frühen Morgenstunden an Bord einer von Russland entsandten Sondermaschine auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo landeten und im Regen ins Terminalgebäude liefen.

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Russische Diplomaten und ihre Familien steigen aus dem Flugzeug in Moskau.

Russische Diplomaten und ihre Familien steigen aus dem Flugzeug in Moskau.

AP/Keystone

Die zu "unerwünschten Personen" erklärten Botschaftsmitarbeiter waren am Sonntag in Washington abgeflogen. Damit hielten sie die 72-Stunden-Frist ein, die der scheidende US-Präsident Barack Obama ihnen am Donnerstag zum Verlassen des Landes eingeräumt hatte.

Obama hatte die Ausweisung als Strafmassnahme für russische Cyber-Attacken im US-Präsidentschaftswahlkampf auf Kosten seiner Demokratischen Partei bezeichnet. Sie traf russische Diplomaten, die zugleich für den Geheimdienst ihres Landes gearbeitet haben sollen. Der Kreml wies den Vorwurf der Hackerangriffe "kategorisch" zurück und sprach von "unbegründeten Behauptungen".

Auch Obamas designierter Nachfolger Donald Trump hatte am Samstag erneut Zweifel an entsprechenden US-Geheimdiensterkenntnissen geäussert. Wer solche "schwerwiegenden" Vorwürfe gegen Russland erhebe, müsse "sicher sein", sagte er.

Trump tritt am 20. Januar Obamas Nachfolge an. Er setzt sich für engere Beziehungen zu Moskau ein, was Präsident Wladimir Putin wiederholt begrüsst hat.