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Aussenpolitiker hoffen auf Macron

Reaktionen Der Waadtländer FDP-Nationalrat und Aussenpolitiker Laurent Wehrli ist alles andere als erstaunt, dass mit Emmanuel Macron und Marine Le Pen ein Parteiloser und eine Rechtsextremistin in die Stichwahl einziehen. «Ich habe viele Kontakte nach Frankreich. Und ich habe oft Aussagen wie diese gehört: Wir haben es mit den Linken probiert und mit den Konservativen – wir wurden enttäuscht. Jetzt wollen wir etwas Neues.»

Das Resultat der ersten Runde sei erfreulicher ausgefallen, als er es erwartet habe, sagt der Zürcher SP-Nationalrat Martin Naef. Er habe befürchtet, dass Le Pen noch deutlich mehr Stimmen erhalten könnte. «Das schlechte Abschneiden des sozialistischen Kandidaten Benoît Hamon tut mir zwar weh – als Europäer freue ich mich aber über den Einzug von Macron in die Stichwahl», sagt der Präsident der Neuen Europäischen Bewegung Schweiz (Nebs). Ein Sieg von Le Pen wäre das Ende der EU, «wie wir sie kennen», so Naef. «Aber Le Pen wird die Stichwahl nicht für sich entscheiden – deshalb schlafe ich heute gut.» Auch die CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (BL) freut sich darüber, dass es Le Pen wie schon dem Rechtspopulisten Geert Wilders in den Niederlanden nicht gelungen sei, die 25-Prozent-Hürde zu knacken. «Die Anti-EU-Bewegung ist damit in Kern-Europa tot.»

Der Präsident der aussenpolitischen Kommission des Nationalrats, Roland Büchel (SVP/SG), hätte sich den Konservativen François Fillon in der Stichwahl gewünscht. «Er bringt Durchsetzungskraft und den Mut für Reformen mit.» Macron hingegen sei ein «Blender» – Le Pen wiederum sei in wirtschaftspolitischen Fragen zu staatsgläubig. Büchel will seinen persönlichen Favoriten für die Stichwahl nicht benennen. Wehrli hingegen hofft auf einen Sieg des Mitte-Kandidaten Macron – dies auch mit Blick auf die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Frankreich. Zwar habe Le Pen Sympathien für die Schweiz und deren direktdemokratische Instrumente ausgedrückt. «Doch sie steht für eine protektionistische und nationalistische Wirtschaftspolitik – das ist nicht in unserem Interesse.» Auch Naef glaubt, dass die Schweiz mit einem Präsidenten Macron besser fahren würde: «Alles, was gut ist für Europa, ist auch gut für die Schweiz.» Schneider-Schneiter wünscht sich ebenfalls, dass Macron die Stichwahl für sich entscheidet. Dies aus einem einfachen Grund: «Eine Unterstützung von Le Pen ist unmöglich.»

Tobias Bär

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