Boston Marathon
Barack Obama verspricht, dass Täter zur Rechenschaft gezogen werden

US-Präsident Barack Obama hat den Bombenanschlag beim Bostoner Marathon als Terrorakt bezeichnet. «Jedes Mal, wenn Bomben benutzt werden, um unschuldige Zivilisten zu treffen, ist das ein Akt des Terrors», sagte Obama.

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Obama verspricht, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.

Obama verspricht, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.

Keystone

Die Umstände der «abscheulichen und feigen» Tat seien aber noch unklar. «Was wir nicht wissen ist, wer diese Attacke verübt hat und warum - ob sie von einer ausländischen oder inländischen Terrororganisation geplant und ausgeführt wurde oder ob es die Tat eines bösartigen Einzelnen war», sagte Obama.

Der Präsident erklärte, die Ermittlungen stünden erst am Anfang. Alles andere sei «Spekulation». «Es wird einige Zeit dauern, jedem Hinweis nachzugehen und festzustellen, was passiert ist», sagte er. «Aber wir werden das herausfinden. Wir werden herausfinden, wer unseren Bürgern Schaden zugefügt hat. Und wir werden sie zur Rechenschaft ziehen.»

Explosionen überschatten den Boston Marathon
22 Bilder
Angehörige und Freunde der Opfer legten Blumen nieder. Über die Täter weiss die Polizei immer noch nichts.
Die US-Fahne weht im ganzen Land auf Halbmast.
Patty Campbell, die Mutter der getöteten Krystle Campbell, zusammen mit ihrem John Reilly (l.) und Sohn Billy.
Krystle Campbell, 29, Restaurant-Manager aus Medford, Massachusettes, wurde von einer der beiden Bomben getötet.
Grenzenlose Trauer bei Angehörigen und Freunden. Im Bild Emma MacDonald, 21, während einer Gedenkfeier.
Helfer kümmern sich um Verletzte.
Geschockte Siegerin: Die kenianische Siegerin Rita Jeptoo sitzt in Tücher gehüllt im Zielraum.
Einer der Detonationsorte an der Boylston Street wird von Ermittelern durchsucht.
Er ahnte von nichts als er als Sieger ins Ziel einlief: Der Äthiopier Lelisa Desisa.
In der Nähe des Ziels detonieren fast gleichzeitig zwei Bomben. Die Explosionen fordern mindestens 3 Tote.
Über 100 Menschen wurden beim Bomben-Terror in Boston verletzt.
Unfassbare Trauer von Beteiligten
Bill Iffrig aus Lake Stevens liegt am Boden, die Bomben habena auch ihn umgehauen.
Bill Iffrig lässt sich helfen, steht auf und wird den Marathon zu Ende laufen, wie er später erzählt.
Zahlreiche Läufer lassen sich von den Bomben nicht abhalten und laufen trotzdem ins Ziel.
Fernsehaufnahmen haben die Explosion festgehalten
Explosionen überschatten den Boston-Marathon.
Mindestens zwei Menschen sind gestorben
Ein Polizeibeamter bringt einen verletzten Jungen in Sicherheit
Hilfskräfte helfen einem Verletzten
Der Zieleinlauf nach der Detonation

Explosionen überschatten den Boston Marathon

Keystone

Das amerikanische Volk weigere sich, terrorisiert zu werden, sagte Obama. Er rief die Bürger dazu auf, bei der Suche nach dem Täter oder den Tätern mitzuhelfen. Wer irgendwelche Informationen habe, solle sich melden. Er ordnete an, die Flaggen an öffentlichen Gebäuden im Land bis Samstagabend auf Halbmast zu setzen.

Am Montag hatte Obama das Wort Terrorismus noch vermieden. Bei der Explosion von zwei Bomben beim Boston-Marathon waren am Montagnachmittag drei Menschen getötet worden, 176 wurden verletzt.