BARCELONA: Madrid entschuldigt sich für Verletzte bei Katalonien-Referendum

Die spanische Regierung hat sich für die Verletzten durch Polizeigewalt beim Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien entschuldigt.

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Abstimmungswillige geraten mit Polizisten aneinander, die sich vor einer als Wahllokal genutzten Schule in Tarragona formiert haben. Die Polizei hat den Auftrag der Landesregierung, die Menschen vom Abstimmen über die Unabhängigkeit Kataloniens abzuhalten. (Bild: Jaume Sellart / keystone (Tarragona, 1. Oktober 2017))

Abstimmungswillige geraten mit Polizisten aneinander, die sich vor einer als Wahllokal genutzten Schule in Tarragona formiert haben. Die Polizei hat den Auftrag der Landesregierung, die Menschen vom Abstimmen über die Unabhängigkeit Kataloniens abzuhalten. (Bild: Jaume Sellart / keystone (Tarragona, 1. Oktober 2017))

Er "bedauere" die Verletzungen und bitte im Namen der Polizisten um Entschuldigung, sagte der Vertreter der spanischen Zentralregierung für Katalonien, Enric Millo, am Freitag dem katalanischen Fernsehsender TV3.

Bei Zusammenstössen mit der spanischen Polizei waren am Sonntag hunderte Menschen verletzt worden. "Ich weiss dass Menschen Schläge und Stösse abbekommen haben", sagte Millo. "Ein Mensch ist noch im Spital."

Die Zentralregierung hatte mit einem grossen Polizeiaufgebot versucht, die Abstimmung über eine Unabhängigkeit Kataloniens zu verhindern. Polizisten schlossen Wahllokale, beschlagnahmten Abstimmungsunterlagen und hinderten Menschen mit Schlagstöcken und Gummigeschossen an der Stimmabgabe.

Bei der Abstimmung stimmten 90 Prozent der Wähler für eine Abspaltung von Spanien.

sda