BELGIEN: Von Paris nach Brüssel: Die Chronologie des Terrors

Rund vier Monate nach den islamistischen Anschlägen von Paris ist Brüssel von blutigen Attacken erschüttert worden. Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse seit den Anschlägen von Paris:

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Eine Spezialeinheit patrouilliert am Dienstag in der Innenstadt von Brüssel. (Bild: AP / Martin Meissner)

Eine Spezialeinheit patrouilliert am Dienstag in der Innenstadt von Brüssel. (Bild: AP / Martin Meissner)

2015

13. November: Bei einer Reihe von Anschlägen auf die Pariser Konzerthalle «Bataclan», Bars und Restaurants sowie das Fussballstadion Stade de France töten schwerbewaffnete Islamisten 130 Menschen, hunderte weitere Menschen werden verletzt.

14. November: Zwei Komplizen holen den mutmasslichen Mittäter Salah Abdeslam in Paris ab und fahren ihn zurück nach Brüssel. Dabei passieren sie sogar unbehelligt eine Polizeikontrolle. Bei den Ermittlungen zu den Anschlägen führen erste Spuren schnell in das Brüsseler Problemviertel Molenbeek, wo mehrere Verdächtige festgenommen werden. Mehrere der Selbstmordattentäter kamen aus Belgien.

16. November: Bei der Suche nach Abdeslam durchsucht die Polizei eine Wohnung in Molenbeek, gefunden werden «Spuren» des 26-Jährigen. Gegen die beiden festgenommenen Männer, die Abdeslam nach Brüssel gefahren hatten, werden Ermittlungsverfahren eingeleitet. In den folgenden Wochen werden in Belgien noch eine Reihe weiterer mutmasslicher Komplizen formell beschuldigt.

18. November: Bei der Erstürmung einer verdächtigen Wohnung im nördlich von Paris gelegenen Saint-Denis werden der mutmassliche Anschlagsdrahtzieher Abdelhamid Abaaoud, seine Cousine und der mutmassliche Attentäter Chakib Akrouh getötet oder sprengen sich selbst in die Luft.

21. November: Für Brüssel wird die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen, die Behörden sprechen von konkreten Hinweisen auf mögliche Anschläge mit «Waffen und Sprengstoff». Fünf Tage später wird die höchste Warnstufe wieder aufgehoben.

10. Dezember: Bei der Durchsuchung einer Wohnung im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek finden die Ermittler Sprengstoffspuren und Fingerabdrücke Abdeslams. Die Wohnung soll als Bombenbau-Werkstatt gedient haben. Bekanntgegeben wird dies erst einen Monat später.

29. Dezember: Die belgische Generalstaatsanwaltschaft verkündet die Festnahme mehrerer Verdächtiger wegen mutmasslicher Anschlagspläne in der Silvesternacht. In Brüssel werden das grosse Feuerwerk und andere öffentliche Feierlichkeiten für den 31. Dezember abgesagt.

2016

15. März: Als belgische und französische Polizisten im Zuge der Ermittlungen zu den Pariser Anschlägen eine Wohnung im Brüsseler Vorort Forest durchsuchen wollen, geraten sie unter heftigen Beschuss. Die Polizei erschiesst einen Verdächtigen, zwei Verdächtige können fliehen - unter ihnen offenbar Abdeslam. Der Tote wird später als Mohamed Belkaid identifiziert, der an der Vorbereitung der Attacken vom 13. November beteiligt gewesen sein soll.

18. März: Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigt, dass in der Wohnung in Forest Fingerabdrücke Abdeslams gefunden wurden. Bei einem Polizeieinsatz wird der 26-Jährige am Nachmittag in Molenbeek angeschossen und festgenommen.

21. März: Die Behörden identifizieren den flüchtigen Najim Laachraoui als mutmasslichen Komplizen der Attentäter von Paris. Nach Angaben aus französischen Polizeikreisen wurden DNA-Spuren des 24-Jährigen werden an bei den Anschlägen benutzten Sprengstoffen gefunden.

22. März: Bei Anschlägen auf den Flughafen von Brüssel und eine U-Bahn-Station werden zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Die belgische Regierung ruft die höchste Terrorwarnstufe aus.

sda