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BERICHT DER NEW YORK TIMES: Trump feuert seinen Kommunikationschef Scaramucci

Der erst vor wenigen Tagen ernannte Kommunikationschef von US-Präsident Donald Trump, Anthony Scaramucci, räumt seinen Posten im Weissen Haus. Das berichteten unter anderem die "New York Times" und "Politico" am Montag.
Ex-Kommunikationschef Anthony Scaramucci. (Bild: PABLO MARTINEZ)

Ex-Kommunikationschef Anthony Scaramucci. (Bild: PABLO MARTINEZ)

Den Angaben zufolge entliess Trump Scaramucci auf Druck seines neuen Stabschefs John Kelly. Der Sender ABC News berichtete dagegen, Scaramucci habe seinen Rücktritt angeboten. Kelly war erst am Montag vereidigt worden. Die Ernennung des ehemaligen Vier-Sterne-Generals war allgemein so interpretiert worden, dass der Ex-Marine Ordnung im Weissen Haus schaffen soll.

Anthony Scaramucci - glatt gesprächig und manchmal unflätig

Der 53-jährige multimillionenschwere New Yorker Ex-Finanzier machte in seiner kurzen Amtszeit vor allem mit unflätigen Äusserungen über andere Mitarbeiter des Weissen Hauses auf sich aufmerksam. Seine groben Beleidigungen versuchte er anschliessend als Folge seiner manchmal "lebhaften" Sprache zu entschärfen.

Bevor der telegene Harvard-Absolvent seinen neuen Posten erhielt, war er bereits einer der eloquentesten und entschiedensten Fürsprecher Trumps in diversen Fernsehsendungen.

Wie es heisst, mochte der Präsident "theMooch", wie Scaramucci in Manhattan genannt wird, sehr, weil er ihm in vielen Punkten ähnlich sei - von seinem exaltierten New Yorker Stil bis hin zu seinen Erfolgen als Geschäftsmann.

Nicht immer ein Trump-Anhänger

Scaramucci kam als Sohn eines italienischen Immigranten zur Welt, der im Sand-Tagebau arbeitete. Er selber war früher unter anderem bei Goldman Sachs tätig und hob dann eine eigene Investment-Firma aus der Taufe. 2005 gründete er Sky Bridge Capital, die er Anfang des Jahres verkaufte. Er hatte auch eine eigene Fernsehshow, "Wall Street Week".

Der verheiratete Scaramucci war nicht immer ein Trump-Anhänger. So hatte er im vergangenen Vorwahlkampf zunächst die republikanischen Bewerber Scott Walker und dann Jeb Bush unterstützt.

2015 nannte er Trump in einer TV-Sendung unter anderem einen "politischen Nichtsnutz", was er bei seiner Amtsübernahme am Freitag vor einer Woche als "einen meiner grössten Fehler" bezeichnete. Trump sei in Wahrheit ein "wunderbarer Mensch".

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