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BESUCH AUF DER INSEL: Island - das Land der Bärte

Island und seine Überraschungs-Kicker sind in aller Munde. Tagblatt-Redaktorin Marion Loher ist derzeit auf der Vulkaninsel. Sie berichtet in den nächsten Tagen über ihre Erfahrungen in Island und die Euphorie rund um die Nationalmannschaft. Heute: Ein Besuch beim Barbier.
Bild: Keystone

Bild: Keystone

Marion Loher

Ragnar Heidar Hardarson kann gut mit scharfen Klingen umgehen. Er ist Barbier – im ältesten Barbershop in Reykjavik. Hardarson hat das Geschäft von seinem Vater übernommen, der es vor bald 60 Jahren gegründet hatte. Ein grosser Teil des Interieurs ist noch aus dieser Zeit. Mit einigem wird noch gearbeitet, mit anderem wie antiken Rasierern oder Messern nicht mehr. Das hängt dann fein säuberlich als Dekoration an der Wand. Die beiden mit Leder überzogenen Rasierstühle werden noch gebraucht. Sie kommen aus Dänemark. "Sie waren damals schon zehn Jahre alt - ehemalige Schmugglerware", erzählt Hardarson und lacht.

Was ein echter Island-Fan ist, lässt sich auch von einem Rückstand nicht entmutigen. (Bild: Marion Loher)
Auch die Kleinsten sind voll dabei. (Bild: Marion Loher)
Ernüchterung bereits während der ersten Halbzeit. (Bild: Marion Loher)
Grossaufmarsch am Public Viewing für den Match Island - Frankreich. (Bild: Marion Loher)
Während der Nationalhymne. (Bild: Marion Loher)
Von Kopf bis Fuss auf Island eingestellt. (Bild: Marion Loher)
Die isländische Nati ist in der Heimat omnipräsent. (Bild: Marion Loher)
Eine Insel im Fussballfieber. (Bild: Marion Loher)
Fanartikel sind auf Island derzeit sehr gefragt. (Bild: Marion Loher)
30 Minuten vor Beginn des Viertelfinals gegen Frankreich beim Publick Viewing in Island. (Bild: Marion Loher)
Die isländischen Fans heizen sich beim Public Viewing ein. (Bild: Marion Loher)
Die Fans in Island stimmen sich auf den Match gegen Frankreich ein. (Bild: Marion Loher)
Vor dem Spiel waren die Anhänger noch guter Dinge. (Bild: Marion Loher)
Am Public Viewing waren auch viele Deutsche anzutreffen. (Bild: Marion Loher)
Reykjavik, 23 Uhr... (Bild: Marion Loher)
Der EM-Viertelfinal zwischen Deutschland und Italien zog auch die Menschen in Island in seinen Bann. (Bild: Marion Loher)
Im Barbershop von Ragnar Heidar Hardarson. (Bild: Marion Loher)
Auch in Island sind Public Viewings zur EM beliebt. (Bild: Marion Loher)
Gebannt verfolgen die Menschen in Reykjavik das Spiel Polen - Portugal im Public Viewing. (Bild: Marion Loher)
Der Blick auf den Hafen. (Bild: Marion Loher)
Die Sicht auf das "Downtown" von Reykjavik. (Bild: Marion Loher)
Die Einkaufsstrasse von Reykjavik. (Bild: Marion Loher)
Eine gefährliche Fahrbahntrennung. (Bild: Marion Loher)
Harpa: Das Konzerthaus am Hafen. (Bild: Marion Loher)
Junge Isländer in der Stadt. (Bild: Marion Loher)
Krawatte binden soll gelernt sein. (Bild: Marion Loher)
Eine Wandmalerei in Reykjavik. (Bild: Marion Loher)
Wer vermisst seine Laufschuhe? (Bild: Marion Loher)
Zwei Aluminiumoxid-Silos bei Hafnarfjördur. (Bild: Marion Loher)
Auf der Vulkaninsel gibt es auf Schritt und Tritt Hinweise, dass in Frankreich derzeit Fussball gespielt wird - die Top-Leistungen der Isländer lassen grüssen. (Bild: Marion Loher)
Blau ist eine dominierende Farbe in Island - auch bei diesem Velo. (Bild: Marion Loher)
Die Hallgrimskirche: Das Wahrzeichen der Stadt. (Bild: Marion Loher)
Willkommen im Café Babalú... (Bild: Marion Loher)
Impression nach der Ankunft in Island. (Bild: Marion Loher)
Eine Kirche im ganz speziellen Design. (Bild: Marion Loher)
35 Bilder

Island hautnah erlebt

Zu Zeiten seines Vaters war eine glatte Rasur noch gefragter als ein voller Bart. Heute ist es anders. Haare im Gesicht sind in, hip. Nicht umsonst werden viele Bärtige auch als Hipster bezeichnet. Nicht nur in Island. Aber hier ist es praktisch jeder zweite Einheimische, der sich eine Gesichtsfrisur wachsen lässt. Bei den einen ist es ein gepflegter Drei-Tage-Bart, bei den anderen ein sauber gestutzter Wuchs. Keine Frage, der Bart steht ihnen, den Nachfahren der Wikinger. Dennoch: Weshalb tragen ihn so viele Isländer? "Weil es hier auf der Insel kalt ist", sagen manche, anderen gefällt der Vergleich mit den Wikingern: Männlich - und das komme bei den Frauen gut an. Wieder andere haben eine pragmatische Erklärung: Während der Finanzkrise vor gut sieben Jahren hätten viele ihren Job in der Bank verloren. Sie mussten sich beruflich neu orientieren und hätten sich in dieser Zeit als Zeichen der Veränderung einen Bart wachsen lassen.

Wieso, weshalb, warum? Barbier Hardarson kann das egal sein. Sein Geschäft brummt. Je mehr Bärte, umso besser. Denn auch sie müssen gepflegt werden. Alle zwei Wochen, alle vier Wochen. "Es ist wie bei den Frauen", sagt Hardarson, "sie lassen sich ja auch regelmässig die Nägel machen."

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