Terror

Bombenanschläge in Sri Lanka – 8 Dinge, die Sie wissen müssen

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Oster-Terror in Sri Lanka
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Erste Opfer der Attentate in Sri Lanka sind beerdigt worden.
Bei koordinierten Angriffen in Sri Lanka auf Kirchen und Hotels sind nach neusten Angaben mindestens 310 Menschen ums Leben gekommen.
Eine Frau weint, während das Land mit drei Schweigeminuten der Opfer gedenkt.
Bombenentschärfer sprengten das Fahrzeug am Montag in der Nähe der St.-Antonius-Kirche in Colombo, nachdem darin ein Sprengkörper entdeckt worden war
Nach der Explosion vom Montag: Sicherheitskräfte in der Nähe des Autos, das die Polizei gesprengt hat.
Im Auto befand sich ein Sprengsatz.
Rauch steigt auf nach der kontrollierten Explosion.
Eine Frau, die in der Nähe der St.-Antonius-Kirche in Colombo lebt, rennt mit ihrem Kind im Arm weg, nachdem die Polizei in einem Auto einen Sprengsatz gefunden hat.
In Sri Lanka ist die Trauer gross.
Fast 300 Tote und über 500 Verletzte sind zu beklagen.
Die Regierung macht einheimische Islamisten für die Anschläge verantwortlich,
Am Ostermontag berichten Medien über eine erneute Explosion.
Ein Polizist in der Katuwapitiya St. Sebastian-Kirche in Negombo, nahe Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Sri Lankas Premierminister Ranil Wickremesinghe (r.) trifft in der St. Anthony's Church ein, die ebenfalls Ziel eines Angriffs war.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Ein Toter wird weggetragen.
Eine zerstörte Kirche in Negombo, nördlich von Colombo.
Ein Opfer wird weggetragen.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Trauer nach dem Anschlag.
Die betroffene Kirche St Anthony's Church in Kochchikade in Colombo.
Eine Bombe ist in einer Kirche explodiert.
Trauer nach dem Anschlag.
Eine Wohnung von mutmasslichen Terroristen wird gestürmt.
Bewaffnete Polizisten patrouillieren durch das Quartier.
Ein Opfer wird weggetragen.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Hiru TV zeigt Bilder aus einer betroffenen Kirche in Colombo.
Das von einer Explosion betroffene Kingsbury Hotel in Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Das von einer Explosion betroffene Kingsbury Hotel in Colombo.
Das von einer Explosion betroffene Kingsbury Hotel in Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Opfer werden weggebracht.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Hiru TV zeigt Bilder aus einer betroffenen Kirche in Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Hiru TV zeigt Bilder aus einer betroffenen Kirche in Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.
Tote und Verletzte in Sri Lanka nach Explosionen an mehreren Orten in und um Colombo.

Oster-Terror in Sri Lanka

M.A. PUSHPA KUMARA

1. Was ist passiert?

Eine Serie von Bombenanschlägen erschütterte am Ostersonntag Sri Lanka. Stand jetzt kamen 310 Menschen dabei ums Leben, über 500 wurden verletzt. Ziel waren drei 5-Sterne Hotels in der Metropole Colombo, ebenfalls eine Kirche in Colombo, eine in im nahegelegenen Küstenort Negombo und eine in der Ostküstenstadt Batticaloa.

Google Maps

2. Wer sind die Opfer?

Die meisten Opfer stammten nach offiziellen Angaben aus Sri Lanka, unter den Todesopfern waren aber auch 35 Ausländer aus verschiedenen Staaten. Unter ihnen sind zwei Schweizer, wie das EDA am Montagabend bestätigte. Eines der Schweizer Opfer besass demnach eine zweite Staatsangehörigkeit. Ein drittes Familienmitglied, das über zwei ausländische Nationalitäten verfügte, starb ebenfalls. Unter den Todesopfern sind zudem die Eltern einer in der Schweizlebenden schweizerisch-srilankischen Familie. Das EDA sei mit den Angehörigen in Kontakt und unterstütze sie im Rahmen des konsularischen Schutzes, hiess es.

Am Dienstag wurden die ersten Opfer beigesetzt in Colombo.    

Am Dienstag wurden die ersten Opfer beigesetzt in Colombo.    

M.A. PUSHPA KUMARA

3. Wer sind die Täter?

Gemäss der Regierung steckt hinter den Selbstmordanschlägen die einheimische islamistische Gruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ). Kabinettssprecher Rajitha Senaratne sagte aber: «Wir glauben nicht, dass diese Angriffe von einer Gruppe von Menschen verübt wurden, die auf dieses Land begrenzt waren. Es gab ein internationales Netzwerk, ohne das diese Angriffe nicht gelungen wären.»

4. Was ist das Motiv?

Die Motive der Attentäter waren auch am Dienstag noch unklar. Nach Polizeiangaben wurden rund 35 Verdächtige festgenommen, die verhört würden; mehr als 20 Häuser durchsuchte die Polizei. Islamistische Terrorangriffe hatte es bisher in dem tropischen Inselstaat nicht gegeben. Nur rund zehn Prozent der Bevölkerung Sri Lankas sind Muslime, die Mehrheit sind Buddhisten. Sieben Prozent sind Christen.

5. Wie war das möglich?

Das ist noch unklar. Vor den Attacken hatte es Hinweise auf Anschlagspläne der Gruppe NTJ gegeben. Erste Informationen über mögliche Anschläge auf Kirchen und Touristenziele hätten der Polizei bereits am 4. April vorgelegen, sagte Senaratne. Dem Geheimdienst Sri Lankas hätten Hinweise auf einen möglichen Anschlag vorgelegen. Es müsse untersucht werden, warum keine entsprechenden Massnahmen ergriffen worden seien, sagte der Premierminister Sri Lankas am Montag.

Premierminister Ranil Wickremesinghe.    

Premierminister Ranil Wickremesinghe.    

STR

6. Wie reagiert die Regierung?

Nach den Anschlägen hatten die Behörden Mühe, die Lage in den Griff zu bekommen. Sie verhängten am Sonntag und Montag eine nächtliche Ausgangssperre und liessen die Online-Netzwerke sperren, um die Verbreitung von Falschnachrichten und Gerüchten zu verhindern. Am Montag rief Präsident Maithripala Sirisena zudem den Ausnahmezustand ab Mitternacht (20.30 Uhr Schweizer Zeit) aus, um der Polizei und dem Militär zu ermöglichen, «die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten».

7. Wie geht's jetzt weiter?

Die internationale Polizeiorganisation Interpol schickt ein Experten-Team nach Sri Lanka. Das Team werde auf Ersuchen der sri-lankischen Behörden eingesetzt und solle die Ermittlungen nach der Anschlagsserie unterstützen, hiess es in einer Mitteilung von Interpol am Montag. Derzeit werde bereits die Datenbank gestohlener und verloren gegangener Reisedokumente überprüft, um mögliche Verbindungen oder internationale Spuren zu ermitteln.

8. Wie sicher ist Sri Lanka?

Das EDA schreibt, dass erneute Anschläge nicht ausgeschlossen werden können. Ausserdem müsse damit gerechnet werden, dass die sozialen Medien zeitweise eingeschränkt sind. Von Reisen nach Sri Lanka wird aber nicht generell abgeraten. Das EDA gibt folgende Tipps:

  • Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei Ihrer Reiseleitung über die Entwicklung der Lage.
  • Lassen Sie grösste Vorsicht walten und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.
  • Erkundigen Sie sich lokal (Medien, Hotel, etc.) über allfällige Ausgangssperren, die kurzfristig verhängt und aufgehoben werden können.
  • Bleiben Sie mit Ihrem Reiseveranstalter und Ihren Angehörigen in Kontakt.

Hier können Sie die Reisehinweise lesen.

(jaw/sda)