BREXIT: Wirbel um Michael Ambühl

«Das Brexit-Team fragt einen Schweizer Unterhändler, wie man mit der EU verhandelt»: Die Schlagzeile, welche die britische Zeitung «The Times» gestern Mittag auf ihrem Portal publizierte, sorgte in weiten Kreisen Europas für Furore.

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Michael Ambühl. (Bild: Michael Sohn/AP)

Michael Ambühl. (Bild: Michael Sohn/AP)

«Ein Schweizer Experte berät Grossbritannien beim Brexit», titelte die französische Zeitung «Le Figaro». Mit dem Experten gemeint ist Michael Ambühl, der ehemalige Schweizer Spitzendiplomat, der an der ETH Zürich als Professor für Verhandlungsführung wirkt.

Ambühl, Chefunterhändler der Bilateralen II, verfügt über grosse Erfahrung im Umgang mit Brüssel. Eine Beratungstätigkeit für die britische Regierung ­erscheint in diesem Licht als plausibel. Auf Anfrage unserer Zeitung dementierte der 65-Jährige aber die Darstellung der «Times». Deren Artikel erwecke den irreführenden Eindruck, er sei Berater der britischen Regierung.

«Dies stimmt nicht», teilt Ambühl per SMS mit. Er sei lediglich von der einen oder anderen britischen Seite, unter anderem der Presse, von Universitäten und Think Tanks eingeladen worden, das Schweizer Modell vorzustellen. Und das habe er verschiedentlich bereits gemacht. (kä)