FIFA

Britischer Premier: Angst vor «Sepp» Blatter und Recherchen der BBC

Die Briten haben Angst um ihre WM-Chancen. Premierminister David Cameron möchte die BBC dazu überreden, eine kritische Dokumentation über die FIFA erst nach der WM-Wahl für 2018 zu senden. Die Briten fürchten, ihre Bewerbung wäre sonst chancenlos.

Christian Bütikofer
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Keystone

Ende November werden die FIFA-Mitglieder entscheiden, welches Land die Weltmeisterschaft 2018 austragen darf. Jetzt fürchtet Premierminister David Cameron, ein geplanter TV-Beitrag der British Broadcast Corporation (BBC) verunmögliche Londons Bewerbung.

Cameron bat die BBC, den Beitrag erst nach dem Wahlprozedere auszustrahlen. Die reichlich seltsame Begründung Camerons ist, dass die BBC-Recherchen sowieso nichts Neues zutage brächten sondern nur Altbekanntes neu aufwärmten und damit die FIFA-Mitglieder unnötig gegen die Briten aufbringen würden.

BBC beschäftigte sich mit ISL-Skandal

Der Inhalt der BBC-Dokumentation ist nicht klar. Sicher aber ist, dass die Reporter diverse Fragen an Joseph «Sepp» Blatter sandten, die den Skandal um die Schweizer Marketingfirma ISL von 2001 betreffen. ISL zahlte Bestechungsgelder an FIFA-Offizielle wegen TV- und Marketing-Verträgen. Das Schweizer Gericht in Zug schloss den Fall 2008 ab und auch für die FIFA ist die Affäre beendet.

Erst vor einem Monat bewiesen Journalisten der britischen «Sunday Times», dass einige FIFA-Mitglieder bestechlich sind.