BRÜSSEL/BERN: Schweizer Reiseveranstalter haben derzeit keine Kunden in Brüssel

Schweizer Reiseveranstalter haben am Dienstag keine Kunden in Brüssel gehabt. Dass etliche Umsteigepassagiere aus der Schweiz von der Schliessung des Flughafens betroffen sein dürften, nahmen sie aber an. Der Flughafen Zaventem ist ein wichtiges Drehkreuz für den Afrikaverkehr.

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Kurz nach der Explosion im Flughafen von Brüssel. (Bild: AP / Ketevan Kardava)

Kurz nach der Explosion im Flughafen von Brüssel. (Bild: AP / Ketevan Kardava)

Von Kuoni waren am Dienstag keine Gäste direkt in Brüssel, wie Sprecher Marcel Schlatter am Dienstagnachmittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Auch bei der Kuoni-Städtereisetochter Railtour war niemand gemeldet.
 
Etliche Fluggäste dürften aber betroffen sein, fuhr Schlatter fort. Brüssel sei ein wichtiges Drehkreuz nach und von Afrika. Da seien nun die entsprechenden Airlines gefordert, wie sie eventuell Hängengebliebene weiterbefördern.
 
Die nächsten Reisenden direkt nach Brüssel sind bei Kuoni für Ostern gebucht. Bei ihnen liefen Abklärungen, sagte Schlatter. Railtour stellte bereits Kontakte zu den entsprechenden Kunden her. Kuoni versicherte, das Unternehmen werde sich wie immer in solchen Fällen kulant zeigen.
 
Auch bei der Migros-Reisetochter Hotelplan waren keine Kunden in Brüssel, wie Mediensprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir sagte. Das Unternehmen bietet Hotelbuchungen, Reisen und Kombipakete für die belgische Hauptstadt an. Über Ostern haben den Angaben gemäss 20 Kunden Brüssel gebucht. Ob sie annullieren oder die Reise antreten, konnte Huguenin-dit-Lenoir am Dienstagnachmittag nicht sagen.
 
Tui Suisse gab ebenfalls Entwarnung, was Gäste in Brüssel betraf. Die nächsten Kunden hätten Reisen Ende März gebucht, sagte Caroline Hallenbarter, die Assistentin des Geschäftsführers. Über Umsteigepassagiere konnte sie nichts sagen. Um diese kümmerten sich die entsprechenden Fluggesellschaften.

Reiseversicherung informieren

Auch wenn die Reiseveranstalter derzeit keine Kunden in Brüssel haben, ist nicht auszuschliessen, dass sich Schweizer Individualreisende in der belgischen Hauptstadt aufhalten.
 
Das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät Reisenden, die rasch nach Hause möchten, sich direkt an ihren Reiseveranstalter oder ihre Airline zu wenden und die kommerziellen Transportmittel zu nutzen.
 
Bei einer vorzeitigen Rückkehr empfiehlt das EDA zudem, die Reiseversicherung zu informieren. Laut EDA sollen sich Reisende strikt an die Anweisungen der lokalen Behörden halten, insbesondere an das eingerichtete Krisenzentrum in Brüssel.

sda